Nokia macht Schwäche im Netzwerkgeschäft zu schaffen

Dem finnischen Telekomausrüster Nokia hat einen kräftigen Umsatzrückgang in Kernsparte zu verzeichnen. Die nachlassende Nachfrage aus China und anderen Märkten wird sich laut Nokia heuer auf den Gewinn auswirken.

Helsinki. Dem finnischen Telekomausrüster Nokia setzt nach der milliardenschweren Übernahme des Rivalen Alcatel-Lucent eine Schwäche im Netzwerkgeschäft zu. Der Umsatz in der Kernsparte fiel im ersten Quartal binnen Jahresfrist überraschend kräftig um acht Prozent auf 5,2 Mrd. Euro. Auch für die kommenden Monate zeichnete der finnische Konzern ein eher trübes Bild.

Die nachlassende Nachfrage in China und anderen wichtigen Märkten werde sich 2016 auch auf den Gewinn auswirken, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Der ehemals größte Handy-Hersteller schraubt nun sein Sparziel nach oben: Durch die Zusammenlegung der Geschäfte mit dem französischen Konkurrenten sollen in drei Jahren mehr als 900 Mio. Euro Betriebskosten eingespart werden, bisher war von annähernd 900 Mio. Euro die Rede.

Vor allem das Geschäft mit Mobilfunkausrüstung sei derzeit schwierig, was aber nicht überraschend komme, sagte Konzernchef Rajeev Suri. Allein im größten Markt Nordamerika sank der Umsatz um 17 Prozent. Für das Gesamtjahr prognostizierte Nokia für sein Netzwerkgeschäft eine operative Rendite von über sieben Prozent. Analysten hatten mit 9,4 Prozent gerechnet. Im ersten Quartal lag die Marge bei 6,5 Prozent. "Die Gesamtjahresprognose ist eine kleine Enttäuschung", sagte Mikael Rautanen vom Analysehaus Inderes Equity Research.

Der Markt bleibe schwierig, das werde wohl den Druck auf das Sparprogramm erhöhen. Nokia hat bereits angekündigt, weltweit tausende Arbeitsplätze zu streichen. In Deutschland sollen 1.400 der 4.800 Jobs wegfallen.

Nokia hatte Alcatel-Lucent für 15,6 Mrd. Euro geschluckt. Bis zu der Übernahme war Nokia auf den Bau von Mobilfunknetzen spezialisiert, mit dem Zukauf verfügt der Konzern auch über ein großes Festnetzgeschäft und rangiert insgesamt unter den Telekom-Netzwerkausrüstern auf dem zweiten Platz hinter dem schwedischen Branchenprimus Ericsson.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro