Nobeluhren-Hersteller Hublot mit Top-Geschäftsjahr

Trotz der Krise in der Ukraine hat der Schweizer Nobeluhren-Hersteller Hublot 2014 ein außerordentliches Jahr erlebt. Das Unternehmen, das zum französischen Luxusgüterkonzern LVMH gehört, sei um 12 Prozent gewachsen, sagte Hublot-Chef Ricardo Guadalupe.

Es werde schwierig, 2015 ein solches Wachstum zu erreichen, auch wenn die ersten beiden Monate gut gelaufen seien, sagte Guadalupe am Freitag auf der Uhren- und Schmuckmesse Baselworld. "Wir nähern uns der Grenze von 500 Mio. Franken Umsatz" (471,9 Mio. Euro).

Hublot habe noch das Potenzial auf 600 Mio. Franken Umsatz zu kommen. Danach, wenn es auf die Milliardengrenze zugehe, müsse man allerdings die Strategie überprüfen, so Guadalupe.

Die Marke mit Sitz in Nyon zeigte sich besonders zufrieden, 2014 trotz der Krise in der Ukraine ein solches Wachstum erreicht zu haben. In der Ukraine seien die Verkäufe um 70 Prozent eingebrochen, und im laufenden Jahr dürften sie sich nochmals halbieren. In Russland sackten die Verkäufe wegen der Rubel-Schwäche im vergangenen Jahr zwischen 10 und 20 Prozent ab.

Dagegen habe man auf anderen Märkten wie etwa den USA, Lateinamerika oder Japan kräftig zugelegt. In China habe man den rückläufigen Markt kaum gespürt, weil Hublot dort erst in der Aufbauphase sei, sagte Guadalupe.

Nachdem die Schweizerische Nationalbank (SNB) am 15. Jänner den Euro-Mindestkurs von 1,20 Franken aufgegeben und sich der Franken rapide aufgewertet habe, sei der Heimmarkt abrupt um 20 bis 30 Prozent eingebrochen. In der Schweiz seien es vor allem Touristen, die Uhren kaufen. Der Preis einer Hublot-Uhr sei markant teurer geworden.

Die Marke hat am 15. März ihre Euro-Preise erhöht, um preisliche Ungleichgewichte zwischen der Schweiz und der Eurozone zu vermeiden. Die Schweizer Preise würden nicht gesenkt, betonte Guadalupe: "Das ist nicht möglich, weil alle unsere Kosten in Franken anfallen."

Trotz der neuen Schwierigkeiten mit dem Wechselkurs will Hublot kein Personal abbauen. Im Gegenteil: Die Marke, die 450 Mitarbeiter hat, wolle in diesem Jahr nochmals 10 bis 15 Leute einstellen. Im Sommer soll eine neue Fabrik in Betrieb gehen, wofür noch Personal gebraucht wird.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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