Niki-Pleite - Leitl hofft auf Lauda

Wien (APA) - Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl hofft auf Niki Lauda für die Rettung von Niki. "Wenn er das in die Hand nimmt, bin ich zuversichtlich, dass auch eine gute Lösung folgen wird", sagte er am Donnerstag. Lauda kenne die Situation der von ihm gegründeten Airline und der Branche insgesamt. "Jetzt ist Herr Lauda am Zug", schließlich habe er in den Medien "eine Ansage gemacht".

Kritik gibt es von Leitl an der Entscheidung der Wettbewerbshüter der EU, schärfere Bedingungen für eine Übernahme durch Lufthansa zu verlangen. Auf die Frage, ob es gescheit gewesen wäre, Niki Lufthansa zuzuschlagen, sagte Leitl: "Aus meiner Sicht ja". Europa brauche in der Konkurrenz zu Airlines im arabischen Raum eine starke Luftfahrtwirtschaft. Wenn Europas Wettbewerbsregeln der Vereinigung von Niki und Lufthansa entgegenstünden, müsse man überlegen, "ob in diesem Fall, wenn man es aus internationaler Sicht sieht, gerechtfertigt sind. Das gehört sicher hinterfragt".

Zugleich unterstützt Leitl die Ankündigungen der noch amtierenden Regierung, für die Rückholung von im Ausland gestrandeten Niki-Passagieren einzuspringen. Den Menschen, die die gebuchte und bezahlte Leistung plötzlich nicht mehr erhalten "ist zu helfen. Ich würde mir wünschen, dass die Bundesregierung den Betroffenen umgehend hilft". Das gelte für die, die im Ausland sind und plötzlich nicht mehr wissen, wie sie heimkommen können, nicht aber für alle, deren künftige Tickets verfallen dürften.

Leitl ist aber gegen eine staatliche Unterstützung der insolventen Niki: "Nicht, dass man jetzt Steuergeld in ein Unternehmen hineinpumpt, wo man eigentlich nicht weiß, wie es weitergeht", sagte er am Rande einer Pressekonferenz. Sonst könnte bald jedes insolvente Unternehmen mit der Forderung nach Unterstützung kommen. Ohnehin hätten wohl die EU-Wettbewerbshüter Einwände gegen staatliche Hilfen für Niki.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte