Niki-Pleite - Airport Wien wird trotz Niki-Ausfalls auch 2018 wachsen

Wien/Berlin/Schwechat (APA) - Vierzehn Jahre lang war Niki am Flughafen Wien eine prominente Airline, wenngleich ihr Marktanteil zuletzt nur mehr bei weniger als 3 Prozent lag. Nun wurde der Flugbetrieb wenige Tage vor Weihnachten eingestellt. Der börsennotierte Flughafen Wien sprach am Donnerstag sein Bedauern aus. Die eigenen Ergebnis- und Passagierzahlenziele muss der börsennotierte Flughafen für 2017 deshalb nicht ändern.

In der Vorschau gingen mit Niki einige Passagiere verloren, aber ungeachtet dessen werde der Flughafen Wien auch 2018 Wachstum haben, sagten die beiden Flughafen-Vorstände Julian Jäger und Günther Ofner zur APA. "Die Menschen werden weiter auf Urlaub fliegen."

Die von den Flugausfällen ab heute betroffenen Passagiere waren durchaus gut informiert, die meisten der auf den (einzigen) Niki-Flug von Wien nach Marrakesch gebuchten Reisenden sind schon daheimgeblieben und gar nicht erst zum Flughafen Schwechat gekommen. Nur ein Grüppchen von in Summe 15 Personen war erschienen, sie wurden dann vor Ort vom Ausfall informiert.

Bei den Niki-Mitarbeitern herrsche große Betroffenheit. "Vielleicht gibt es noch ein Weihnachtswunder" und es greife jemand zu, der bis zum Schluss die ruhige Hand habe, meinte Ofner. Interessenten gäbe es mehrere, hörten auch die Airport-Vorstände, darunter Niki Lauda, der sich sehr konkret geäußert hat.

Die Fluggesellschaft Niki hat als Gründung des Ex-Rennfahrers Niki Laudas im Jahr 2003 am Flughafen Wien angefangen. In der Zeit gab es allein für Wien-Schwechat 23 Millionen Niki-Passagiere und 200.000 Flugbewegungen. "Schade, wenn das so zu Ende geht", sagte Jäger.

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

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May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

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Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

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Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht