Niki schrieb 2013 Gewinn von 1,2 Mio. Euro

(APA) - Die österreichische Air-Berlin-Tochter Niki (flyniki) hat 2013 wieder einen Gewinn geschrieben. Der Jahresüberschuss lag bei 1,2 Mio. Euro, nachdem er 2012 fast auf Null geschrumpft war. An die Gewinne der früheren Jahre konnte die Billigairline aber nicht anschließen, 2011 verdiente Niki noch 3,2 Mio. Euro, 2010 4,2 Mio. Euro und 2009 gar 13,5 Mio. Euro.

Auch Niki bekam im Vorjahr die Krise in der Luftfahrt zu spüren. Die Umsätze gingen um 5,8 Prozent auf 457 Mio. Euro zurück, obwohl die Auslastung von 79,1 auf 82,3 Prozent stieg. Der von Niki Lauda gegründeten Billigairline machte erneut der Preiskampf mit der Lufthansa-Tochter Austrian Airlines (AUA) zu schaffen. Dadurch seien auch 2013 die Durchschnittserlöse pro Passagier unter Druck gewesen, schreibt Niki-Chef Christian Lesjak im Lagebericht des Jahresabschlusses. Zudem dämpfte die Eurokrise die Nachfrage nach Flugtickets. Daneben hätten die politischen Unruhen in den arabischen und afrikanischen Ländern zu reduziertem Flugangebot, Nachfrageschwankungen und Preisreduktionen geführt. In der Dienstagsausgabe des "WirtschaftsBlatt" sagte Lesjak, dass die Zahlen ohne die Ägypten-Krise besser ausgefallen wären.

Dass sich dennoch ein kleiner Gewinn unterm Strich ausging, hängt mit niedrigeren Treibstoffkosten und mit einer um 1,5 Mio. Euro reduzierten Zinslast zusammen. Für Kerosin musste Niki 2013 rund 100 Mio. Euro auf den Tisch legen - um rund 17 Prozent weniger als 2012. Mit Ende des Geschäftsjahres 2013 hatte Niki eine Flotte von 23 Flugzeugen. Die durchschnittliche Flottenstärke lag unverändert bei 22,3 Fliegern. Das Flugangebot, gemessen in angeboten Sitzkilometern, wurde um 8,2 Prozent reduziert, die verkaufen Sitzkilometer sanken um 4,5 Prozent.

Wie sich die Personalkosten entwickelten, lässt schwer aus dem im Firmenbuch veröffentlichen Jahresabschluss herauslesen, da der Großteil der insgesamt 787 Mitarbeiter in einer Personalleasingfirma ausgelagert ist. Mit dem kürzlich abgeschlossenen Kollektivvertrag sollen mit Jahreswechsel alle Piloten, Flugbegleiter und Techniker direkt bei Niki angestellt werden. Ende 2013 waren bei der Airline selbst 86 Angestellte beschäftigt.

In der Konzernbilanz der Air Berlin Group war der Niki-Gewinn von 1,2 Mio. Euro aber nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Die Niki-Mutter war 2013 wieder tief in die roten Zahlen gerutscht. Unterm Strich stand ein Verlust von 315,5 Mio. Euro. Eine neuerliche Geldspritze des Großaktionärs Etihad war notwendig. Die arabische Fluggesellschaft schoss über eine Wandelanleihe 300 Mio. Euro zu.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne