Niki- und Air-Berlin-Insolvenzen - Schlechte Karten für Passagiere

Wien/Schwechat/Berlin (APA) - Von den Pleiten der Air Berlin und Niki betroffene Passagiere können noch wenige Tage Forderungen anmelden. Viele von ihnen werden aber wohl kein Geld zurück bekommen. Das hat der deutsche Insolvenzverwalter bereits klargestellt. Anders sieht es aus bei Buchungen nach dem 15. August - diese Gelder liegen nämlich auf einem Treuhandkonto - und eventuell bei Entschädigungsansprüchen gegen Niki.

Mehr als eine Million Gläubiger haben bereits Forderungen gegen Air Berlin angemeldet. Wenn sie keine Sonderrechte haben, gehen sie allerdings aller Wahrscheinlichkeit nach leer aus, räumte der deutsche Insolvenzverwalter Lucas Flöther ein. Das betrifft auch Passagiere mit verfallenen Flugtickets. Das Geld, laut Insolvenzbericht bisher 88 Mio. Euro, reiche nämlich nicht einmal, um den vorrangig zu tilgenden Kredit der deutschen Staatsbank KfW über 150 Mio. Euro vollständig zurückzuzahlen.

Die Arbeiterkammer (AK) rät bei Flugbuchungen ab dem 15. August 2017 sich an Flöther zu wenden und wegen der Entgelt-Rückerstattung die Erstattung aus dem eingerichteten Treuhandfonds begehren. "Hier sollte zur Sicherheit die Frist vom 1. Februar 2018 eingehalten werden". Auch die staatliche Agentur für Passagier- und Fahrgastrechte (apf) empfiehlt in diesen Fällen, Buchungsdatum, Buchungs- und Ticketnummer sowie die Passagierdaten möglichst rasch und jedenfalls an die Flöther & Wissing Insolvenzverwaltung in Deutschland zu übermitteln.

Für Flugbuchungen und Stornierungen vor dem 15. August gilt ebenfalls die Frist 1. Februar vom deutschen Verwalter. Die AK verweist auf die von Flöther eingerichtete Internetseite www.airberlin-inso.de. "Allerdings gehen Air Berlin-Kunden aller Voraussicht nach leer aus", schätzt der Geschäftsführer des Entschädigungseintreibers FairPlane, Andreas Sernetz, die Chancen in diesen Fällen als gering ein.

Passagiere, deren Niki-Flüge verspätet waren und die deshalb noch offene Entschädigungsansprüche - zwischen 250 und 600 Euro aus der EU-Fluggastrechte-Verordnung - haben, können diese laut Arbeiterkammer im österreichischen Niki-Insolvenzverfahren geltend machen. Diese Forderungsanmeldung sei noch bis zum 14. Februar beim Landesgericht Korneuburg per E-Mail oder per Post möglich und koste 23 Euro Gerichtsgebühr.

Ob sich die Anmeldung lohnt, hängt von der Quote für die Niki-Gläubiger ab. Die Höhe bzw. ob es überhaupt eine gibt, ist noch unklar. Die Quote dürfte aber, wenn sich denn eine ausgeht, eher im einstelligen Prozentbereich liegen, schätzen Insolvenzexperten gegenüber der APA. Im Durchschnitt liegt die Quote insolventer Unternehmen in Österreich bei 7 Prozent. Bei Niki werden zudem hohe Masseforderungen erwartet, die die Quote drücken.

"Im schlimmsten Fall kann es sein, dass die 23 Euro, die auf das Gerichtskonto des Landesgerichtes Korneuburg zu überweisen sind, mehr ausmachen als die Entschädigung, die die Passagiere erhalten", weist die Passagierrechte-Agentur apf auf die Kosten hin. "Bezüglich der Niki-Insolvenz haben sich rund 200 Passagiere an die apf gewandt", sagte apf-Pressesprecherin Martina Galos zur APA.

Am glimpflichsten davon gekommen sind Kunden, die eine Pauschalreise gebucht haben. Bei einer Pauschalreise hat nämlich der Reiseveranstalter für Ersatzflüge oder eine andere Beförderung zu sorgen. Hier besteht im Gegensatz zu reinen Flugbuchungen eine Insolvenzabsicherung. Die AK rät jedenfalls "mit dem Reiseveranstalter Kontakt aufzunehmen".

Air Berlin hatte am 15. August 2017 Insolvenz beantragt, die österreichische Tochter Niki folgte dem Mutterkonzern im Dezember in die Zahlungsunfähigkeit. Das Niki-Insolvenzverfahren in Österreich wurde am 12. Jänner 2018 eröffnet.

Wien (APA) - 5G ist derzeit noch Zukunftsmusik. Denn die entsprechenden Frequenzen werden erst vergeben. Immerhin einen Vorgeschmack auf die nächste Mobilfunkgeneration kann man sich in Wien aber schon holen: Die Anbieter A1, T-Mobile und Drei testen am Rathausplatz in Kooperation mit der Stadt eine Art Vorstufe zur 5G-Technologie. Erkenntnisse sollen dann in den Versorgungsausbau einfließen.
 

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Daten-Labor Christkindlmarkt: Wien testet 5G-Vorstufe am Rathausplatz

Wien (APA) - Wien hat im Oktober einen neuerlichen Nächtigungsrekord erzielt. Mit 1,5 Mio. Gästenächtigungen wurde der Vergleichsmonat 2017 um 6,9 Prozent übertroffen, teilte der Wien-Tourismus am Dienstag in einer Aussendung mit. Für den Zeitraum Jänner bis Oktober 2018 ergeben sich damit 13,5 Mio. Nächtigungen, was ein Plus von 4,1 Prozent bedeutet.
 

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Wien erzielte neuen Nächtigungsrekord im Oktober

Gibraltar/Madrid (APA/dpa) - Spanien will nach den Worten von Ministerpräsident Pedro Sanchez die Zustimmung zum Brexit-Abkommen verweigern, falls es in dem Entwurf keine Veränderungen bezüglich der Gibraltar-Frage gibt. Spanien werde mit "Nein" votieren, wenn der Artikel 184 des Deals nicht überarbeitet und das Abkommen am Sonntag in seiner jetzigen Form zur Abstimmung unterbreitet werde, erklärte der Sozialist am Dienstag.
 

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Brexit - Gibraltar-Frage: Spanien droht mit Nein zu Abkommen