Niki - Gewerkschaft: Werden erst sehen, ob gute Lösung gefunden wurde

Wien/Schwechat (APA) - Die Gewerkschaft gibt sich noch abwartend, ob es nun eine gute Lösung ist, dass der ursprüngliche Airline-Gründer Niki Lauda "seine" frühere Fluglinie aus der Insolvenz wieder zurückbekommt. "Ob es eine gute Lösung ist oder nicht, werden wir feststellen, wenn den Worten Taten folgen", sagte Karl Dürtscher von der Gewerkschaft GPA-djp im "Morgenjournal" des ORF-Radio Ö1.

Positiv für die Mitarbeiter sei momentan, "dass eine Entscheidung gefallen ist und es Klarheit gibt. Das Bangen, Hoffen und Zweifeln hat jetzt ein Ende", so der Arbeitnehmer-Vertreter Mittwochfrüh. Er erinnerte aber auch, dass es "in der Vergangenheit gewisse Probleme" mit Lauda als Arbeitgeber gegeben habe.

Der Ex-Rennfahrer und Luftfahrer will seine Pläne ja heute den Mitarbeitern präsentieren. "Wir erwarten, dass jetzt fix angestellt wird bei Niki, dass es einen KV gibt, der für die Beschäftigten gilt", forderte Dürtscher. Der bestehende Kollektivvertrag von Niki, die Airline gehörte zuletzt der Pleite-Fluglinie Air Berlin, könne weiterverwendet werden. "Momentan ist es wenig vertrauensbildend, wenn Lauda sagt, er kennt den KV nicht. Der ist öffentlich einsehbar."

Früher habe Lauda zum Teil über Personalleasing-Firmen angestellt und es sei der Gewerbe-KV angewendet worden, der für die Luftfahrt nicht angebracht sei. Die Erfahrungen mit dem Unternehmer als Arbeitgeber seien "sehr unterschiedlich". Jetzt müsse er, "um Vertrauen zu gewinnen, etwas auf den Tisch legen", so Dürtscher in Richtung Lauda.

Lauda selbst hatte gestern in der ORF-"ZiB2" angekündigt, er werde heute, Mittwoch, den Mitarbeitern erklären, "wie wir das jetzt neu aufstellen mit einer Ausrichtung, mit Qualität wieder ganz normal fliegen (...). Und ich glaube, dass ich da die Mehrheit der Mitarbeiter dafür wieder gewinnen kann."

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

Newsticker

Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

Newsticker

Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

Newsticker

Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker