Niessl gegen EU-Handelspakt mit Mercosur-Staaten

Eisenstadt (APA) - Burgenlands Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) hat sich am Montag gegen den Abschluss eines EU-Handelsabkommens mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten ausgesprochen. Ein solches Abkommen hätte "sehr negative Auswirkungen auf die Landwirtschaft in Österreich", sagte Niessl bei einer Pressekonferenz nach dem SPÖ-Landesparteivorstand in Eisenstadt.

Der Handelsumfang bei einer Vereinbarung mit dem südamerikanischen Staatenbund - ihm gehören Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay an - sei "noch größer als bei TTIP und CETA", argumentierte der Landeshauptmann. Diesen Pakt müsse man verhindern: "Auch da ist die Bundesregierung gefordert, dass entsprechende Maßnahmen gesetzt werden", so Niessl.

Als einen Aspekt nannte der Landeshauptmann die mögliche Einfuhr von "Billigfleisch aus Brasilien": Wenn dieses in dem geplantem Umfang in die österreichische Wirtschaft komme, "dann wird die Rinderwirtschaft dramatische Einbrüche erleben. Und deshalb sprechen wir uns auch gegen dieses Handelsabkommen mit südamerikanischen Staaten aus." Dies wäre "eine Gefährdung vieler landwirtschaftlicher Betriebe im Burgenland", meinte Niessl.

Auch die Grünen im Burgenland lehnen ein Abkommen ab und warnen vor einem "Kuhhandel 'billiges Rindfleisch gegen Exporte von Industrieprodukten'". Während man seitens der EU daran interessiert sei, Industrieprodukte zollfrei in den Mercosur-Staaten anbieten zu können, würden diese eine Öffnung der europäischen Agrarmärkte fordern, so Landessprecherin Regina Petrik. Dadurch käme massenhaft Rindfleisch auf den europäischen Markt unter völlig anderen Auflagen, als sie hierzulande gelten. Ein solches Handelsabkommen wäre "für unsere Landwirtschaft eine große Bedrohung".

Washington (APA/dpa-AFX) - In den USA ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend weiter gesunken und auf den tiefsten Stand seit fast 50 Jahren gefallen. Die Anträge gingen um 8.000 auf 207.000 zurück, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. So niedrig war die Zahl der Erstanträge zuletzt im Dezember 1969.
 

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US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf tiefstem Stand seit 1969

Wien/Linz (APA) - Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) hat im Korruptionsprozess rund um die Privatisierung der Bundeswohnungen und den Linzer Terminal Tower erneut sein Handeln verteidigt. Die Vergabe der Bundeswohnungen sei korrekt, transparent und ein Erfolg für die Republik gewesen. Aber bei der ersten Einvernahme sah Grasser noch eine "katastrophale Optik" durch das Provisionsgeschäft bei der Buwog.
 

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Grasser-Prozess - Grasser verteidigt Vergabe, "Optik katastrophal"

Frankfurt/Wolfsburg (APA/Reuters) - Die Kernmarke Volkswagen des VW-Konzerns soll nach dem Willen von Konzernchef Herbert Diess schon vier bis fünf Jahre früher als bisher geplant eine Rendite von sechs Prozent erreichen. Spätestens 2021 wolle Diess die Marke von sechs statt der bisher bis dahin angestrebten vier Prozent Gewinn vom Umsatz schaffen, berichtete das "Manager Magazin" am Donnerstag ohne Angabe von Quellen.
 

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Magazin: VW-Chef will höhere Rendite bei VW früher erreichen