Niessl gegen EU-Handelspakt mit Mercosur-Staaten

Eisenstadt (APA) - Burgenlands Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) hat sich am Montag gegen den Abschluss eines EU-Handelsabkommens mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten ausgesprochen. Ein solches Abkommen hätte "sehr negative Auswirkungen auf die Landwirtschaft in Österreich", sagte Niessl bei einer Pressekonferenz nach dem SPÖ-Landesparteivorstand in Eisenstadt.

Der Handelsumfang bei einer Vereinbarung mit dem südamerikanischen Staatenbund - ihm gehören Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay an - sei "noch größer als bei TTIP und CETA", argumentierte der Landeshauptmann. Diesen Pakt müsse man verhindern: "Auch da ist die Bundesregierung gefordert, dass entsprechende Maßnahmen gesetzt werden", so Niessl.

Als einen Aspekt nannte der Landeshauptmann die mögliche Einfuhr von "Billigfleisch aus Brasilien": Wenn dieses in dem geplantem Umfang in die österreichische Wirtschaft komme, "dann wird die Rinderwirtschaft dramatische Einbrüche erleben. Und deshalb sprechen wir uns auch gegen dieses Handelsabkommen mit südamerikanischen Staaten aus." Dies wäre "eine Gefährdung vieler landwirtschaftlicher Betriebe im Burgenland", meinte Niessl.

Auch die Grünen im Burgenland lehnen ein Abkommen ab und warnen vor einem "Kuhhandel 'billiges Rindfleisch gegen Exporte von Industrieprodukten'". Während man seitens der EU daran interessiert sei, Industrieprodukte zollfrei in den Mercosur-Staaten anbieten zu können, würden diese eine Öffnung der europäischen Agrarmärkte fordern, so Landessprecherin Regina Petrik. Dadurch käme massenhaft Rindfleisch auf den europäischen Markt unter völlig anderen Auflagen, als sie hierzulande gelten. Ein solches Handelsabkommen wäre "für unsere Landwirtschaft eine große Bedrohung".

Ingolstadt (APA/dpa/AFP) - Im Zuge der Abgasaffäre startet Autobauer Audi ab Mittwoch den ersten von insgesamt acht Rückrufen für Modelle mit V-TDI-Motoren in Deutschland. Das teilte die VW-Tochter am Montag in Ingolstadt mit. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) habe die dafür nötige Freigabe erteilt.
 

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Audi startet Rückruf von Diesel-Autos in Deutschland

Hamburg/Wolfsburg (APA/Reuters) - Volkswagen will beim Umstieg auf die Elektromobilität seine herausgehobene Position in der Autoindustrie behalten. "Wir werden günstiger sein als Tesla und wir haben dann die großen Skaleneffekte", sagte Konzernchef Herbert Diess der Branchenzeitung "Automotive News". Die Plattform sei "bereits für 50 Millionen Elektroautos gebucht, und wir haben Batterien für 50 Millionen Elektroautos beschafft".
 

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Volkswagen-Chef spricht von 50 Millionen Elektroautos

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