Niedrigzinsen drückten UNIQA-Bestandswerte und Neugeschäftsmarge

Wien - Die niedrigen Zinsen haben voriges Jahr die Bestandswerte der Versicherungsverträge der UNIQA Group speziell in der Sparte Leben, aber auch die Marge im Neugeschäft gedrückt. Der sogenannte Embedded Value sank leicht von 4,217 auf 4,201 Mrd. Euro - in Leben und Kranken stärker von 1,703 auf 1,574 Mrd. Euro, gab die UNIQA am Mittwoch bekannt. Die Neugeschäftsmarge schrumpfte auf 1,7 (2,2) Prozent.

Der leichte Rückgang beim Embedded Value (EV) - der neben den Bestandswerten auch die künftigen Erträge daraus abbildet - sei "nahezu ausschließlich von niedrigen Zinsen getrieben", erklärte Finanzvorstand Kurt Svoboda dazu in einer Aussendung. Das habe sich vor allem auf die Bestandswerte im Bereich der Lebens- und der privaten Krankenversicherung ausgewirkt. Berücksichtigt wurde beim EV in Leben und Kranken das Versicherungsgeschäft von UNIQA in Österreich, Italien, Polen, der Slowakei, Tschechien, Ungarn und Russland.

Die ökonomische Kapitalquote der UNIQA Group - Gradmesser für die Kapitalisierung - ging wegen des aktuell niedrigen Zinsniveaus um elf Prozentpunkte auf 150 Prozent zurück, lag damit aber "auf solidem Niveau", betont das Unternehmen.

Die UNIQA verfolgt bei der Kapitalquote laut Svoboda "einen besonders konservativen Ansatz". So würden Staatsanleihen, die nach Solvency II risikofrei bewertet werden könnten, dennoch mit Risikokapital unterlegt. "Bei uns macht das 532 Millionen Euro mehr an zu hinterlegendem Risikokapital aus", so der CFO: "Das drückt natürlich unsere Kapitalquote ein wenig nach unten, entspricht aber besser der realen Risikosituation."

Die ökonomische Kapitalquote ergibt sich aus dem Verhältnis der ökonomischen Eigenmittel - von 4,080 (nach 4,442) Mrd. Euro - und dem ökonomischen Eigenmittelerfordernis - in Höhe von 2,722 (2,762) Mrd. Euro - nach dem internen Kapitalsatz. Im ökonomischen Eigenkapital würden Kernkapital (Tier 1) und Ergänzungskapital (Tier 2) zusammengefasst, erläutert die UNIQA. Der ökonomische Eigenmittelbedarf beziffert den theoretischen Bedarf an Eigenmitteln im Fall eines extremen Stressszenarios.

Das der Embedded-Value-Berechnung zugrunde liegende angepasste Eigenkapital erhöhte sich 2014 um 4,0 Prozent auf 2,601 (2,489) Mrd. Euro. Zur Neugeschäftsmarge - die übrigens vorvoriges Jahr (2012) insgesamt mit 1,5 Prozent noch tiefer als 2014 war - wird betont, dass sie für CEE im Vorjahr mit 5,9 (2013: 5,8) Prozent "auf anhaltend hohem Profitniveau" geblieben sei.

Wien/Bochum (APA) - Buwog-Chef Daniel Riedl widerspricht dem Vorwurf, die Bundeswohnungen seien 2004 von der damaligen Bundesregierung zu billig verkauft worden. Zur in diesen 14 Jahren eingetretenen Wertsteigerung von 588 Mio. auf 3,2 Mrd. Euro, soviel bietet die deutsche Vonovia, sagte Riedl am Freitag im Ö1-"Mittagsjournal" des ORF-Radios: "Ich bin persönlich stolz drauf."
 

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Buwog-Chef Riedl verteidigt kräftige Wertsteigerung des Unternehmens

Wien (APA) - Bei der insolventen Wienwert-Holding hat am Freitag die erste Gläubigerversammlung stattgefunden. Laut Bericht des Masseverwalters Norbert Abel beträgt das liquide Vermögen derzeit gerade einmal 40.000 Euro, berichtete Anlegeranwalt Lukas Aigner am Nachmittag. Die Anleihen seien aus Sicht des Masseverwalters faktisch nicht besichert.
 

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Wienwert-Masseverwalter: 40.000 Euro Vermögen, Bonds nicht besichert

Paris (APA/Reuters) - Der französische Medienkonzern Vivendi hat nach einem Gewinnsprung 2017 einen klaren Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr gescheut. Das sorgte an der Börse für Enttäuschung: Vivendi-Aktien brachen am Freitag zeitweise um knapp neun Prozent ein und waren größter Verlierer im Parise Auswahlindex CAC 40.
 

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Medienkonzern Vivendi lässt Anleger über 2018 im Dunkeln: Aktie fällt