Niedriger Ölpreis für Österreich wie eine Konjunkturspritze

Wien - Grundsätzlich ist klar: Durch den Ölpreisverfall gewinnen Industrieländer und Schwellenländer wie China, die von Importen abhängen, während die produzierenden Länder verlieren. Bei genauerer Betrachtung ist es aber komplizierter: Deutschland etwa profitiert als Erdölverbraucher, verliert aber zugleich Absatzmärkte bei den Ölproduzenten Russland oder Saudi-Arabien.

"Was für den privaten Konsum einen gewaltigen Schub darstellt, ist für die Weltwirtschaft insgesamt betrachtet in gewisser Weise ein großer Schock", schreibt Robert Zadrazil, Vorstand Private Banking der Bank Austria, am Montag in einer Aussendung. Auch innerhalb einzelner Gesellschaften verschwimme der Unterschied zwischen Gewinnern und Verlierern. Dennoch könne man sagen, dass der niedrige Ölpreis für Österreich wie eine Konjunkturspritze wirke.

Auch wenn Öl meist als Wirtschaftsfaktor gesehen wird, es löst, wie alle Ressourcen, auch Auseinandersetzungen aus. Das Heidelberger Institut für Internationale Konfliktforschung listet für das Jahr 2014 weltweit 96 Ressourcenkonflikte auf. Neun davon werden als Kriege klassifiziert. Erdöl ist dabei besonders konfliktträchtig, erinnert der Politikwissenschafter Thomas Roithner laut Aussendung.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma