Niedriger Ölpreis für Österreich wie eine Konjunkturspritze

Wien - Grundsätzlich ist klar: Durch den Ölpreisverfall gewinnen Industrieländer und Schwellenländer wie China, die von Importen abhängen, während die produzierenden Länder verlieren. Bei genauerer Betrachtung ist es aber komplizierter: Deutschland etwa profitiert als Erdölverbraucher, verliert aber zugleich Absatzmärkte bei den Ölproduzenten Russland oder Saudi-Arabien.

"Was für den privaten Konsum einen gewaltigen Schub darstellt, ist für die Weltwirtschaft insgesamt betrachtet in gewisser Weise ein großer Schock", schreibt Robert Zadrazil, Vorstand Private Banking der Bank Austria, am Montag in einer Aussendung. Auch innerhalb einzelner Gesellschaften verschwimme der Unterschied zwischen Gewinnern und Verlierern. Dennoch könne man sagen, dass der niedrige Ölpreis für Österreich wie eine Konjunkturspritze wirke.

Auch wenn Öl meist als Wirtschaftsfaktor gesehen wird, es löst, wie alle Ressourcen, auch Auseinandersetzungen aus. Das Heidelberger Institut für Internationale Konfliktforschung listet für das Jahr 2014 weltweit 96 Ressourcenkonflikte auf. Neun davon werden als Kriege klassifiziert. Erdöl ist dabei besonders konfliktträchtig, erinnert der Politikwissenschafter Thomas Roithner laut Aussendung.

Wien (APA) - Maschinen können bald mehr als die Hälfte der Tätigkeiten übernehmen, die jetzt von Menschen ausgeübt werden. Dementsprechend ist mehr als die Hälfte der Jobs mittelfristig von Automatisierung oder "Robotern" bedroht. Ältere Menschen trifft das besonders hart, weil sie sich schwertun, eine neue Arbeit zu finden oder umzusatteln, zeigt eine am Mittwoch veröffentlichte Mercer-Studie.
 

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Roboter bedrohen vor allem Jobs unqualifizierter älterer Menschen

Wien (APA) - Singapur unterzeichnet am Freitag ein Freihandelsabkommen mit der EU, das aber für London bald nicht mehr gilt. Singapurs Ministerpräsident Lee Hsien Loong schließt nicht aus, dass die Briten bilateral zu einem besseren Deal mit seinem Land gelangen könnten. "Es ist immer leichter, ein Abkommen mit einem Land statt mit einer Organisation aus 28 Staaten zu machen", sagte er am Mittwoch in Wien.
 

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Brexit - Singapurs Premier: Mit einem Land macht man leichter Deals

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