Niedriger Ölpreis für Österreich wie eine Konjunkturspritze

Wien - Grundsätzlich ist klar: Durch den Ölpreisverfall gewinnen Industrieländer und Schwellenländer wie China, die von Importen abhängen, während die produzierenden Länder verlieren. Bei genauerer Betrachtung ist es aber komplizierter: Deutschland etwa profitiert als Erdölverbraucher, verliert aber zugleich Absatzmärkte bei den Ölproduzenten Russland oder Saudi-Arabien.

"Was für den privaten Konsum einen gewaltigen Schub darstellt, ist für die Weltwirtschaft insgesamt betrachtet in gewisser Weise ein großer Schock", schreibt Robert Zadrazil, Vorstand Private Banking der Bank Austria, am Montag in einer Aussendung. Auch innerhalb einzelner Gesellschaften verschwimme der Unterschied zwischen Gewinnern und Verlierern. Dennoch könne man sagen, dass der niedrige Ölpreis für Österreich wie eine Konjunkturspritze wirke.

Auch wenn Öl meist als Wirtschaftsfaktor gesehen wird, es löst, wie alle Ressourcen, auch Auseinandersetzungen aus. Das Heidelberger Institut für Internationale Konfliktforschung listet für das Jahr 2014 weltweit 96 Ressourcenkonflikte auf. Neun davon werden als Kriege klassifiziert. Erdöl ist dabei besonders konfliktträchtig, erinnert der Politikwissenschafter Thomas Roithner laut Aussendung.

Wels/Prag (APA) - Die österreichische Möbelkette XXXLutz hat den Umsatz in Tschechien im Geschäftsjahr 2016/2017 um 41 Prozent auf 2,23 Milliarden Kronen (86,18 Mio. Euro) gesteigert, berichtet die tschechische Nachrichtenagentur CTK am Montag. Der Gewinn stieg laut Geschäftsbericht um 18 Prozent auf 46 Millionen Kronen. Der Konzern hat neue Märkte eröffnet und dadurch seine Marktposition gestärkt.
 

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XXXLutz-Gruppe steigerte 2016/17 Umsatz in Tschechien um 41 Prozent

Berlin (APA/AFP) - Die deutsche Industrie hat von der Europäischen Union ein selbstbewusstes Auftreten bei den anstehenden Handelsgesprächen mit den USA gefordert. "Europa darf sich nicht erpressen lassen", erklärte BDI-Präsident Dieter Kempf am Montag. Der Automobilverband VDA mahnte aber, die EU dürfe nicht mit Vorbedingungen in die Gespräche mit US-Präsident Donald Trump am Mittwoch gehen.
 

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Deutsche Industrie für selbstbewusste EU bei Gespräch mit Trump

München (APA/Reuters) - Europas größter Versicherer Allianz will seinen südeuropäischen Kunden künftig bei Schäden an Haus oder Wohnung gleich einen Handwerker ins Haus schicken können. Die Tochter Allianz Partners kauft vom Finanzinvestor Portobello Capital den spanischen Reparatur-Dienstleister Multiasistencia, wie der Versicherer am Montag in München mitteilte.
 

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Allianz kauft Handwerker-Service aus Spanien