Niedriger Ölpreis beschert Autobranche Sonderkonjunktur

Automobilexperten rechnen einem Medienbericht zufolge für 2016 mit weiter steigenden Verkaufszahlen bei Neuwagen. Neben wachsender Nachfrage in großen Märkten wie China oder USA würden zudem die billigen Rohölpreise für eine Sonderkonjunktur in der Autoindustrie sorgen, berichtet die Zeitung "Welt" (Montagausgabe).

Die Zeitung berief sich im Voraus auf eine Studie des CAR-Center Automotive Research an der Universität Duisburg-Essen. "Insgesamt rechnen wir durch den Ölpreis-Effekt mit einer Zusatz-Nachfrage von mehr als 600.000 Pkw im Jahr 2016. So werden im Jahr 2016 weltweit nach unserer Prognose durch den Ölpreis-Effekt 78,631 Millionen Pkw verkauft. Ohne Ölpreis-Effekt läge der Markt bei 78,010 Millionen Pkw. Das billige Öl gibt den Autobauern Rückenwind", zitiert das Blatt aus der Studie.

Auch andere Institute erwarteten einen globalen Pkw-Absatz von mindestens 78 Millionen. Die Rohölpreise geben seit Monaten nach. Der daraus folgende sinkende Kraftstoffpreis in vielen Ländern lockt weltweit verstärkt Kunden in die Autohäuser.

Nach Einschätzung des CAR-Center dürften davon vor allem die Hersteller von kleineren Pkw profitieren, weil deren Kunden besonders aufs Geld schauten. Mit wachsenden Absatzzahlen sei zudem insbesondere in Ländern mit geringer Fahrzeugdichte zu rechnen, Staaten wie Indien, Mexiko, Türkei, Indonesien sowie die restlichen mittleren und kleineren Staaten in Asien. "Dort sind die Märkte nicht gesättigt und Preissenkungen oder Einkommenserhöhungen wirken bei ungesättigten Märkten immer deutlich Nachfrage-belebender als in gesättigten Märkten, bei denen überwiegend Ersatzbedarf befriedigt wird".

Wien (APA/Reuters) - Der Wiener Öl- und Gaskonzern OMV will trotz des Ausstiegs der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran vorerst nicht von seinen Plänen in dem Land abrücken. "Unser Vorhaben im Iran ist nicht zum Stillstand gekommen, sondern läuft weiter", sagte OMV-Vorstandsmitglied Johann Pleininger am Dienstag auf der Aktionärsversammlung.
 

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OMV will Iran-Pläne vorerst nicht abblasen

Berlin (APA/Reuters) - Nach der Einigung zwischen den USA und China im Handelsstreit hat EU-Kommissionsvizepräsident Jyrki Katainen die US-Regierung aufgefordert, die Europäische Union (EU) dauerhaft von Schutzzöllen auf Stahl und Aluminium auszunehmen. "Wir können nichts anderes akzeptieren als die dauerhafte Ausnahme", sagte Katainen am Dienstag in Berlin.
 

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EU-Kommissionsvize pocht auf dauerhafte Ausnahme von US-Strafzöllen

Istanbul (APA/AFP) - Die türkische Lira ist auf ein neues Rekordtief gefallen, nachdem die US-Ratingagentur Fitch sich besorgt über die Unabhängigkeit der Zentralbank geäußert hat. Die türkische Währung verlor allein am Dienstag 1,3 Prozent ihres Werts gegenüber dem Dollar und notierte vorübergehend bei 4,66 Lira zum Dollar.
 

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Türkische Lira setzt Talfahrt ungebremst fort