Niedrige Arbeitslosigkeit: Deutsche Bundesagentur für Arbeit will 5.000 Stellen abbauen

Nürnberg - Dank der guten wirtschaftlichen Lage will die deutsche Bundesagentur für Arbeit - vergleichbar mit dem AMS in Österreich - in den kommenden Jahren tausende Stellen abbauen. Möglich werde das durch die langfristig sinkende Arbeitslosigkeit, sagte BA-Vorstand Heinrich Alt dem "Handelsblatt" vom Dienstag. "Natürlich passen wir uns den Veränderungen am Arbeitsmarkt an."

In den Krisenjahren hatte die BA die Zahl ihrer Angestellten kräftig aufgestockt: Ende 2010 waren 107.000 Stellen bei der Behörde besetzt. 2013 begann der Abbau, wie ein Sprecher der BA erläuterte. So seien bis Ende 2014 insgesamt 12.000 Stellen gestrichen worden; ab 2016 bis 2019 sollten 5.000 weitere folgen - "vorausgesetzt, dass die positive Entwicklung anhält". Die Bundesagentur hat Zahlen zum Beschäftigungsabbau am Dienstagvormittag präzisiert.

Der Jobabbau betrifft laut Vorstand Alt die Arbeitsagenturen. In den gemeinsam mit den Kommunen betriebenen Jobcentern, die sich vor allem um schwerer vermittelbare Langzeitarbeitslose kümmern, "brauchen wir aber Personalstabilität", betonte er.

Im März 2015 waren laut Bundesagentur für Arbeit 2,93 Millionen Menschen in Deutschland arbeitslos. Für diesen Monat fiel die Zahl der Arbeitslosen damit auf ein 24-Jahres-Tief.

Wien (APA) - Schlechte Arbeitsbedingungen und schwere Umweltbelastungen durch die Leder- und Schuhindustrie bemängeln die NGOs Clean Clothes Kampagne (CCK) und Global 2000. Ein "Label-Check" soll Konsumenten Orientierung beim Schuhkauf liefern und so den ökologischen und sozialen Fußabdruck der Schuhe verringern helfen, hieß es am Donnerstag in einer Aussendung.
 

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NGOs bemängeln Umweltbelastung durch die Leder- und Schuhindustrie

Berlin (APA/Reuters) - Deutschland nähert sich dem Institut für Weltwirtschaft (IfW) zufolge der Hochkonjunktur. Es hob seine Prognose für das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes in diesem Jahr von 2,0 auf 2,3 Prozent und für 2018 von 2,2 auf 2,5 Prozent an. "Die deutsche Wirtschaft steht unter Volldampf", erklärten die Kieler Forscher am Donnerstag.
 

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Institut: Deutschland ist in Richtung Hochkonjunktur unterwegs

Washington (APA/Reuters) - In den USA sind die Weichen für die größte Steuerentlastung seit mehr als drei Jahrzehnten gestellt: Die Republikaner im US-Kongress einigten sich auf einen Gesetzesentwurf, über den noch vor Weihnachten abgestimmt werden soll. Nach fast einem Jahr im Amt wäre die Reform der erste große gesetzgeberische Erfolg für US-Präsident Donald Trump.
 

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Trumps Steuerreform bekommt letzten Schliff - Einigung auf Entwurf