Niederlande und Dänemark verbinden ihre Stromnetze über Seekabel

Kopenhagen (APA/Reuters) - Dänemark und die Niederlande wollen ihre Stromnetze über ein mehr als 300 Kilometer langes Unterwasserkabel miteinander verbinden. In das Projekt sollten mehr als 600 Mio. Euro investiert werden, teilte der niederländische Konzern Tennet am Mittwoch mit.

Tennet und der dänische Partner Energinet.dk wollen demnach Gebote für die Konstruktion des Gleichstromkabels zwischen dem niederländischen Eemshaven und Endrup in Dänemark ausschreiben und rechnen Ende 2015 mit der Auftragsvergabe. Das Kabel soll ab 2016 binnen drei Jahren verlegt werden.

Zu den führenden Herstellern solcher Kabel und der für ihren Einsatz notwendigen Ausrüstung gehören neben Siemens auch ABB aus der Schweiz, Alstom aus Frankreich sowie Prysmian aus Italien. Der Boom erneuerbarer Energien lässt den Bedarf an Kabelverbindungen über Ländergrenzen hinweg immer mehr steigen. Vor allem Skandinavien, wo viel Strom aus Wind- und Wasserkraft gewonnen wird, treibt den Bau von Verbindungen mit dem Rest Europas voran. So betreibt Energinet.dk bereits ein Unterwasserkabel zwischen Norwegen, Schweden und Deutschland.

Das aktuelle Projekt der Dänen mit den Niederländern wird von der EU-Kommission mit mehr als 86 Mio. Euro gefördert - unter anderem weil es in ein künftiges Kabelsystem in der Nordsee integriert werden kann.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne