Neuseeland muss wegen Seuche mehr als 150.000 Rinder schlachten

Wellington (APA/dpa) - Wegen einer Seuche muss Neuseeland, der größte Milchexporteur der Welt, insgesamt mehr als 150.000 Milchkühe und andere Rinder schlachten. Premierministerin Jacinda Ardern gab am Montag in Wellington einen entsprechenden Zwei-Jahres-Plan bekannt.

Damit soll verhindert werden, dass sich der Erreger Mycoplasma bovis in dem Pazifikstaat mit seinen insgesamt mehr als zehn Millionen Rindern weiter ausbreitet. Der Erreger ist auch in vielen anderen Ländern bekannt. Neuseeland - das hauptsächlich aus zwei Inseln besteht - war bis vergangenes Jahr verschont geblieben.

Der Plan ist das Ergebnis von monatelangen Verhandlungen zwischen Regierung, Agrarindustrie und Experten. Ardern sagte: "Das ist ein harter Brocken. Niemand will Massenschlachtungen." Das Risiko einer Weiterverbreitung wäre jedoch zu hoch.

Der bakterielle Erreger war erstmals im Juli 2017 in einem Milchviehbetrieb auf der Südinsel entdeckt worden. Inzwischen sind 37 Betriebe betroffen. Die Regierung schätzt, dass nun auf knapp 200 von insgesamt mehr als 20.000 Betrieben Rinder geschlachtet werden müssen.

Die neuseeländische Milchwirtschaft gehört zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen des Landes. 90 Prozent der Produktion werden außer Landes verkauft. Mykoplasmen sind sehr kleine Bakterien ohne Zellwand, die ihre Gestalt verändern können. Mycoplasma bovis ist bereits seit den 1980er-Jahren bekannt.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro