Neun Jahre Haft für Ex-Generali-Chef Geronzi beantragt

Rom - Elf Jahre nach dem spektakulären Zusammenbruch des italienischen Lebensmittelkonzerns Parmalat hat die Staatsanwaltschaft von Rom eine neunjährige Haftstrafe für den italienischen Großbanker und Ex-Präsident des Versicherers Generali, Cesare Geronzi, beantragt. Die selbe Haftstrafe wurde am Montag für den Ex-Chef des insolventen Nahrungsmittelkonzerns Cirio, Sergio Cragnotti, gefordert.

Parmalat hatte den Milchhersteller Eurolat 1999 von Cirio zu einem deutlich überhöhten Preis gekauft. 415 Mio. Euro hatte Parmalat für Eurolat gezahlt, doppelt so viel wie der geschätzte Wert des Milchproduzenten. Der damalige Präsident der römischen Bank Banca di Roma Geronzi soll Parmalat zum Kauf von Eurolat "gezwungen" haben, heißt es. Cirio war im Jahr 2002 Pleite gegangen. Cragnotti hatte wegen des Vorwurfs des betrügerischen Bankrotts seines Unternehmens 2004 drei Monate lang in Untersuchungshaft verbracht.

Parmalat war Ende 2003 unter einer Schuldenlast von 14 Mrd. Euro zusammengebrochen. Der Ex-Parmalat-Chef Calisto Tanzi, der in Parma in Haft sitzt, hatte mit seinen Mitarbeitern über Jahre Bilanzen gefälscht. Der Fall gilt als einer der größten Betrugsskandale der europäischen Unternehmensgeschichte.

Ein Konkursverwalter sanierte den weit verzweigten Konzern und konzentrierte die Aktivitäten erfolgreich auf das Kerngeschäft. 2005 kehrte das Unternehmen an die Börse zurück. Parmalat wurde 2011 vom französischen Konzern Lactalis gekauft.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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