Neue Produktionsflächen in der Seestadt ebnen Weg für Industrie 4.0

Wien (APA) - Die Wirtschaftsagentur Wien erweitert das Technologiezentrum in der Seestadt Aspern in Wien. Mit rund 6.800 Quadratmetern will man für Produktionsunternehmen flexible Flächen schaffen, wie am Montag beim Spatenstich für den zweiten Bauteil gegenüber Journalisten erklärt wurde. Im Mai nächsten Jahres soll der zweite Bauteil fertig sein, der als Arbeitsplatz für rund 150 Menschen dienen soll.

Das Landschaftsbild der Seestadt Aspern wird von Baukränen geprägt. Sie kündigen nicht nur die Entstehung von neuem Wohnraum an, sondern sollen auf der Seestadtstraße auch für die zukünftige Ansiedelung von "innovativen Fertigungsunternehmen" sorgen, wie der Geschäftsführer der Wirtschaftsagentur Wien, Gerhard Hirczi, sagte. Die neuen Produktionsflächen sollen Unternehmen oder auch Start-ups als Mieter anlocken, die "in den Bereichen Internet-of-Things, Industrie 4.0 sowie smarter Produktion" operieren, führte Hirczi weiter aus. Anfragen gäbe es bereits laufend - konkrete Gespräche jedoch noch nicht.

Das Technologiezentrum wird insgesamt aus drei Bauteilen bestehen, der erste Bauteil ist bereits fertig und vermietet. Die Pilotfabrik der Technischen Universität Wien befindet sich beispielsweise darin. Hier hoffe man laut Hirczi auf eine "Sogwirkung für andere Unternehmen". Die Kosten für den anstehenden zweiten Bauteil werden sich wie beim ersten auf 15 Mio. Euro belaufen, für das ganze Technologiezentrum rechnet die Wirtschaftsagentur Wien mit 50 Mio. Euro.

Für den SPÖ-Bezirksvorsteher der Donaustadt, Ernst Nevrivy, stellt die Erweiterung des Technologiezentrums den "Anfang dessen, was noch entwickelt werden kann", dar. Dadurch entstehe ein "guter Mix aus Wohnbevölkerung und Arbeitsplätzen". Denn das erklärte Ziel des Bezirksvorstehers sei es, ein 1:1-Verhältnis zwischen Arbeitsplätzen und Bewohnern zu erreichen. Konflikte mit den Bewohnern der Seestadt durch die weitere Ansiedelung von Unternehmen sehe er nicht.

Durch die direkte Anbindung durch die U-Bahnlinie U2 sei zudem eine gute Infrastruktur gegeben - dennoch sei man in Erwartung des Lobautunnels, der die Seestadt innerhalb von 16 Minuten mit dem Flughafen Wien direkt verbinden würde. Dies würde den Standort für internationale Unternehmen noch interessanter machen, sagte Nevrivy.

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