Neue Korruptionsvorwürfe gegen israelischen Innenminister Deri

Jerusalem - Gegen den israelischen Innenminister Aryeh (Arie) Deri sind neue Korruptionsermittlungen eingeleitet worden. Der 57-Jährige, der wegen Bestechung bereits vorbestraft ist, gab dies am Mittwoch selbst bekannt. Im Kurznachrichtendienst Twitter erklärte er, er habe um die Aufhebung einer Nachrichtensperre gebeten und sei bereit, "alle Fragen zu beantworten".

Nähere Angaben zu den Vorwürfen gegen Deri wurden zunächst nicht bekannt. Deri ist seit Jänner Innenminister, nachdem der Vorgänger wegen des Vorwurfs der sexuellen Belästigung zurückgetreten war. Der Vorsitzende der ultraorthodoxen Shas-Partei war im Jahr 2000 zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden, nachdem er überführt wurde, in seiner früheren Amtszeit als Innenminister (1988 bis 1993) Bestechungsgelder angenommen zu haben.

Nach zwei Jahren wurde Deri "wegen guter Führung" entlassen und setzte 2013 seine politische Laufbahn fort. Seine erneute Berufung zum Innenminister war wegen seiner Vorbestrafung umstritten.

Deris Shas-Partei ist mit sieben Abgeordneten eine wichtige Stütze der Regierungskoalition von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu, die in der Knesset nur über eine Stimme Mehrheit verfügt.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma