Neue Korruptionsvorwürfe gegen SAP in Südafrika

Johannesburg/Walldorf (APA/dpa) - Südafrikas Anti-Korruptionsbehörde prüft einen millionenschweren Auftrag eines Ministeriums an den deutschen Softwarehersteller SAP auf mögliche Unregelmäßigkeiten. Einem anonymen Tipp zufolge soll Südafrikas Wasserministerium Software-Lizenzen von SAP unter Missachtung der vorgeschriebenen "geregelten Abläufe" gekauft haben, wie ein Sprecher der Behörde am Dienstag erklärte.

Örtlichen Medienberichten zufolge geht es um Geschäfte im Wert von derzeit umgerechnet 47 Millionen Euro. SAP begrüßte die Prüfung des Vertrags und erklärte, mit den Behörden zusammenarbeiten zu wollen.

SAP ist seit letztem Jahr mit Vorwürfen konfrontiert, wonach bei Geschäften mit südafrikanischen Behörden und staatlichen Unternehmen nicht alles rechtens abgelaufen sein soll. SAP hat eingeräumt, dass eine Prüfung der Geschäfte "eindeutige Hinweise auf Unregelmäßigkeiten, Missmanagement und die Beteiligung Dritter" ergeben habe. Dabei ging es bis jetzt vor allem um ungewöhnlich hohe Kommissionszahlungen von umgerechnet 8 Mio. Euro an Firmen einer politisch bestens vernetzten Unternehmerfamilie. In der Sache ermittelt auch die US-Börsenaufsicht SEC.

SAP lässt sein Südafrikageschäft seit 2010 von einer Anwaltskanzlei auf mögliche weitere Unregelmäßigkeiten prüfen. Die Untersuchung dauere noch an, SAP treibe "diesen Prozess allerdings mit aller Macht voran", erklärte das Unternehmen aus Walldorf am Dienstag.

Wien (APA) - Die börsennotierte CA Immo bringt eine neue Unternehmensanleihe auf den Markt. Die Schuldverschreibung hat ein Volumen von 150 Mio. Euro und eine Laufzeit von 7,5 Jahren. Der fixe Kupon beträgt 1,875 Prozent, die Anleihe ist zu je 1.000 Euro gestückelt und kann von Privatanlegern vom 20. bis 25. September gezeichnet werden - vorbehaltlich eines früheren Zeichnungsschlusses, teilte die CA Immo mit.
 

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CA Immo begibt neue 150 Mio. Euro Anleihe - Laufzeit 7,5 Jahre

Washington/Peking (APA/AFP) - Der Handelskrieg zwischen China und den USA eskaliert weiter: Als Antwort auf die von US-Präsident Donald Trump geplanten neuen Strafzölle hat Peking am Dienstag Vergeltungsmaßnahmen angekündigt. US-Importe im Gesamtwert von 60 Milliarden Dollar (51,41 Mrd. Euro) sollen mit Strafzöllen belegt werden, wie die Führung in Peking erklärte.
 

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Handelskrieg zwischen China und den USA eskaliert weiter

Eisenach/Rüsselsheim (APA/dpa) - Wegen schwacher Nachfrage plant der Autobauer Opel in seinem Eisenacher Werk für den Oktober in größerem Umfang Kurzarbeit. Nach Informationen der Mainzer Verlagsgruppe VRM werden die Beschäftigten beider Schichten in dem Monat nur an 8 von 21 Arbeitstagen an den Bändern benötigt. An 13 Werktagen herrsche Kurzarbeit, wie die Zeitungen in ihren Mittwoch-Ausgaben berichten.
 

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Opel plant Kurzarbeit im Werk Eisenach