Neue Korruptionsvorwürfe gegen SAP in Südafrika

Johannesburg/Walldorf (APA/dpa) - Südafrikas Anti-Korruptionsbehörde prüft einen millionenschweren Auftrag eines Ministeriums an den deutschen Softwarehersteller SAP auf mögliche Unregelmäßigkeiten. Einem anonymen Tipp zufolge soll Südafrikas Wasserministerium Software-Lizenzen von SAP unter Missachtung der vorgeschriebenen "geregelten Abläufe" gekauft haben, wie ein Sprecher der Behörde am Dienstag erklärte.

Örtlichen Medienberichten zufolge geht es um Geschäfte im Wert von derzeit umgerechnet 47 Millionen Euro. SAP begrüßte die Prüfung des Vertrags und erklärte, mit den Behörden zusammenarbeiten zu wollen.

SAP ist seit letztem Jahr mit Vorwürfen konfrontiert, wonach bei Geschäften mit südafrikanischen Behörden und staatlichen Unternehmen nicht alles rechtens abgelaufen sein soll. SAP hat eingeräumt, dass eine Prüfung der Geschäfte "eindeutige Hinweise auf Unregelmäßigkeiten, Missmanagement und die Beteiligung Dritter" ergeben habe. Dabei ging es bis jetzt vor allem um ungewöhnlich hohe Kommissionszahlungen von umgerechnet 8 Mio. Euro an Firmen einer politisch bestens vernetzten Unternehmerfamilie. In der Sache ermittelt auch die US-Börsenaufsicht SEC.

SAP lässt sein Südafrikageschäft seit 2010 von einer Anwaltskanzlei auf mögliche weitere Unregelmäßigkeiten prüfen. Die Untersuchung dauere noch an, SAP treibe "diesen Prozess allerdings mit aller Macht voran", erklärte das Unternehmen aus Walldorf am Dienstag.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker