Neue fünfjährige Bundesanleihen erzielen deutlich negative Zinsen

Wien (APA) - Die Republik Österreich hat bei der heutigen Auktion von fünfjährigen Bundesanleihen erneut deutlich negative Renditen erzielen können. Auch die Aufstockung einer zehnjährigen Staatsanleihe erbrachte die niedrigsten Renditen seit Jahresbeginn. Die Nachfrage nach dem Bond war so groß wie seit zwölf Jahren nicht mehr, sagte der Chef der Bundesfinanzierungsagentur (OeBFA), Markus Stix, zur APA.

Die Aufstockung der im September erstmals begebenen fünfjährigen Staatsanleihe um insgesamt 747,5 Mio. Euro konnte die OeBFA mit einer Durchschnittsrendite von minus 0,287 Prozent in ihre Bücher nehmen. Bei der Erstbegebung Mitte September waren es noch minus 0,165 Prozent. Die Schuldenaufnahme kommt damit für Österreich besonders günstig. Die Nachfrage war überdurchschnittlich hoch, die Emission war 3,32fach überzeichnet. Die zehnjährige Bundesanleihe wurde um 402,5 Mio. Euro aufgestockt und erzielte dabei eine Rendite von 0,476 Prozent. Bei ihrer Erstemission im April dieses Jahres waren es noch 0,539 Prozent. Die Überzeichnung betrug das 4,25-Fache - der höchste Wert seit 2005. Einschließlich der heutigen Auktion sind bereits 95 Prozent des für dieses Jahr geplanten Finanzierungsvolumens abgedeckt.

Die Gründe für den deutlichen Rückgang bei den Renditen liegen laut Stix einerseits in der jüngsten EZB-Entscheidung, im kommenden Jahr weniger Staatsanleihen zu kaufen und andererseits in der sehr guten wirtschaftlichen Entwicklung Österreichs, die sich etwa in den zuletzt deutlich erhöhten Wachstumsprognosen widerspiegle. Zudem zeigten die letzten nach Brüssel gemeldeten Zahlen einen rückläufigen Schuldenstand der Republik von 80,8 auf 78,3 Mrd. Euro. Dieser Trend setze sich fort, sodass die Staatsverschuldung 2021 erstmals wieder unter 70 Mrd. Euro liegen werde. "Das führt dazu, dass die Zinsen tiefer sind", so Stix.

Für künftige Zinsanstiege sieht der OeBFA-Chef Österreich bestens gewappnet. Durch die erstmalige Begebung einer 100-jährigen Anleihe im September habe sich das Laufzeitenportfolio von 8,77 auf 10,25 Jahre verlängert. "Damit sind niedrig verzinste neue Schulden für sehr lange Zeit eingeloggt", sagte Stix.

Auch der Zinsabstand zu den deutschen Benchmark-Anleihen hat sich verringert und ist im zehnjährigen Laufzeitenbereich erstmals seit langem wieder unter 20 Basispunkte gefallen, nämlich auf 18 Basispunkte. Im fünfjährigen Bereich liegt der Spread bei 9,6 Basispunkten.

Die nächste planmäßige Auktion von Bundesanleihen findet Anfang Dezember statt. Für das Begebungsvolumen werde wieder die Budgetentwicklung im November eine starke Rolle spielen, betonte Stix. "In der Vergangenheit wurde sie auch oft abgesagt", so der OeBFA-Chef.

Ankara/Washington/Genf (APA/dpa) - Auf Drängen Ankaras soll sich die Welthandelsorganisation (WTO) mit den US-Strafzöllen auf Stahl und Aluminium aus der Türkei befassen. Ein entsprechender Antrag zu einem Streitschlichtungsverfahren sei eingegangen, teilte die WTO am Montag mit. Zunächst haben beide Seiten 60 Tage Zeit, miteinander zu reden. In dem Handelskonflikt fahren Ankara und Washington einen harten Kurs.
 

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Türkei bringt Zollstreit mit den USA vor die WTO

Caracas (APA/dpa) - Mit einer ganzen Reihe von Reformen will die Regierung Venezuelas die schwere Wirtschaftskrise beilegen. Angesichts der Hyperinflation werden fünf Nullen aus der Landeswährung gestrichen. Aus einer Million Bolívar fuerte (starker Bolívar) werden ab Montag 10 Bolívar soberano (souveräner Bolívar). Zudem soll der Bolívar künftig an die neue Kryptowährung Petro gekoppelt sein.
 

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Venezuela will Wirtschaftskrise mit Reformen beilegen

München/Berlin (APA/dpa) - Der deutsche Fernbusanbieter Flixbus klagt die Deutsche Bahn wegen der Darstellung seiner Züge im Internet. "Bereits im Juli haben wir Klage eingereicht, weil Flixtrain auf bahn.de nur lückenhaft abgebildet wird", teilte Geschäftsführer André Schwämmlein am Montag auf Anfrage einen Bericht des "Manager Magazin".
 

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Flixtrain klagt Deutsche Bahn wegen Internetübersicht