Neue Casinos-Austria-Automatenhalle an Novomatic-Standort in Salzburg

Wien/Gumpoldskirchen/Eugendorf (APA) - Der teilstaatliche Casinos-Austria-Konzern errichtet eine weitere Automatenhalle in einem Novomatic-Salon. In Eugendorf bei Salzburg wird morgen, Donnerstag, im Admiral-Sportwettensalon ein WINWIN-Standort mit 50 Glücksspielgeräten eröffnet, bestätigte ein Casinos-Sprecher der APA am Mittwoch. Die Grünen prüfen eine Anzeige.

Es ist dies insgesamt der 18. WINWIN-Standort der Casinos-Tochter Lotterien in Österreich und der zweite in den Räumlichkeiten der Novomatic-Tochter Admiral. Als erstes haben sich die Casinos Austria im Wiener Prater bei Novomatic eingemietet. Die Admiral-Arena, Flaggschiff von Novomatic, war seit dem Verbot des kleinen Glücksspiels in Wien 2015 leergestanden. Jetzt darf dort, sehr zum Ärger der zuständigen Stadträtin Ulli Sima (SPÖ), wieder gezockt werden.

Glücksspielautomatenverbote einzelner Bundesländer wie Wien oder Salzburg greifen für die Video Lottery Terminals (VLT) der Casinos Austria nicht, denn der Casinos-Austria-Konzern hat die vom Finanzministerium vergebene Lotterielizenz inne. Diese berechtigt die Casinos zum Aufstellen von bis zu 5.000 VLT-Geräten in ganz Österreich, an einem Standort dürfen maximal 50 Automaten stehen.

Novomatic ist mittlerweile an der früheren Erzrivalin Casinos Austria beteiligt. Die Zusammenarbeit im Automatenbereich soll weiter ausgebaut werden. In Wien soll als nächstes am Novomatic-Standort Böhmischer Prater ein VLT-Salon eröffnet werden, ein weiterer direkt beim Riesenrad. Die Genehmigung dafür haben die Casinos bereits.

In Eugendorf bei Salzburg sind der Landespolitik ebenso wie in Wien "die Hände gebunden", wie der Grüne Landtagsabgeordnete Simon Hofbauer gegenüber der APA beklagt. Er hat dennoch "massive kartellrechtliche Bedenken". Er frage sich, ob das "Shop-in-Shop-Konzept" wettbewerbstechnisch zulässig ist und prüfe eine Anzeige. Er habe gehört, dass der Standort Eugendorf nicht der einzige im Land Salzburg bleiben soll, angeblich seien bis zum Sommer weitere geplant.

Die Casinos Austria betonen, dass der WINWIN-Bereich abgetrennt ist und einen eigenen Check-in hat (Stichwort Spielerkarte).

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

Newsticker

Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

Newsticker

Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

Newsticker

Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne