Neue Berechnungsmethode drückt Kreditrisiken der ZKB

Zürich (APA/sda/reu) - Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) profitiert bei ihren Kapitalquoten von einer Umstellung ihres Modells zur Berechnung von Kreditrisiken. Die viertgrößte Schweizer Bank wende für die Risikoberechnung per Ende 2017 ein internes Modell an und nicht mehr das zuvor benutzte Standardverfahren, erklärte ein Sprecher der Bank.

Das führt zu einer tieferen Risikobemessung. Rein rechnerisch ergibt sich dadurch eine etwas höhere Kapitalquote. Wie sich diese im vergangenen Jahr tatsächlich entwickelt hat, hängt jedoch auch noch von anderen Einflussfaktoren ab. Details will die Bank mit dem Jahresabschluss am 9. Februar bekanntgeben. Zum Halbjahr lag die harte Kernkapitalquote (CET 1) bei 15,7 Prozent.

Auch die Großbanken UBS und Credit Suisse setzen auf interne Modelle zur Berechnung von Risiken. Sie können künftig jedoch nicht mehr so stark von der tendenziell tieferen Risikobemessung im Vergleich zum Standardverfahren profitieren.

Hintergrund sind die neuen weltweiten Kapitalvorschriften für Geldhäuser, auf die sich die Bankenregulierer Anfang Dezember geeinigt haben: Der Basler Ausschuss hatte festgelegt, dass der von einer Bank selbst errechnete Kapitalbedarf für Kredite nicht unter 72,5 Prozent des nach einem Standard-Modell ermittelten Werts fallen darf. Die Änderungen treten ab 2022 in Kraft.

Die UBS hatte erklärt, ihre Risikoaktiva könnten als Folge der neuen Regeln um rund 35 Milliarden Franken steigen. Die konkreten Auswirkungen hängen jedoch davon ab, wie die Schweiz die neuen Vorgaben in nationalem Recht anwendet. Unter anderem um die neuen Anforderungen erfüllen zu können, plant die UBS, ihr hartes Eigenkapital in den kommenden drei Jahren um vier Milliarden Franken aufzustocken.

Frankfurt (APA/dpa) - Kunden des AUA-Mutterkonzerns Lufthansa drohen die ersten Streiks seit Frühjahr vergangenen Jahres. Im Tarifkonflikt um die rund 1.000 Flugbegleiter bei der Billigtochter Eurowings sind die Fronten so verhärtet, dass die Gewerkschaft Verdi Verhandlungen absagt und sich für Streiks rüstet.
 

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Verdi droht mit Streiks bei Eurowings - "Jederzeit denkbar"

Peking (APA/Reuters) - In die Bemühungen um ein Ende des Handelsstreits zwischen China und den USA kommt wieder Bewegung. Die Führung in Peking lieferte US-Regierungskreisen zufolge eine schriftliche Antwort auf die Forderung nach weitreichenden Änderungen in der Handelspolitik.
 

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Wieder Bewegung im Handelsstreit zwischen China und USA

Wien (APA) - Im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere war heute, Donnerstag, am 64. Tag des Verfahrens, wieder die Causa Buwog und Linzer Terminal Tower dran. Für Protokollberichtigungsanträge der Verteidiger zu diesen Themen mussten alle Angeklagten dieser Causa, also auch Grasser, wieder vor Gericht erscheinen.
 

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Grasser-Prozess - Protokolle: Vom "Zahlenhecht" zum "Zahlenknecht"