Neue Anklage gegen Thomas Middelhoff

Bochum (APA/dpa) - Die Staatsanwaltschaft Bochum hat beim Essener Landgericht eine weitere Anklage gegen den früheren deutschen Topmanager Thomas Middelhoff erhoben, berichtet die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" am Mittwoch. Die Staatsanwaltschaft bestätigte den Verdacht.

Die Ermittlungsbehörde wirft dem 61-Jährigen vor, als Chef des früheren Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor die Verantwortung dafür zu tragen, dass der angeschlagene Konzern noch im Februar 2009 insgesamt 800.000 Euro als Sponsoring an die britische Universität Oxford überwies, wie Oberstaatsanwalt Bernd Bienioßek sagte. Es bestehe der Verdacht, dass der Zahlung kein entsprechender Gegenwert für das Unternehmen gegenüber gestanden habe.

Middelhoffs Anwalt wollte zu dem Bericht keine Stellung nehmen. Middelhoff selbst hatte das Sponsoring in der Vergangenheit als Möglichkeit gerechtfertigt, talentierte Nachwuchskräfte anzusprechen und für das Unternehmen zu gewinnen.

Der Manager war im November 2014 vom Essener Landgericht zu drei Jahren Haft verurteilt worden, weil er nach Auffassung des Gerichts private Flüge und eine Festschrift zu Unrecht vom Konzern bezahlen ließ. Seitdem sitzt Middelhoff, der die Vorwürfe stets bestritt, in Untersuchungshaft. Das Urteil ist allerdings nicht rechtskräftig, da Middelhoffs Anwälte Revision eingelegt haben.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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