Neue Abgastests erhöhen NoVA - Fahrzeughandel will Kompensation

Wien (APA) - Weil ein neuer Standard für Abgastests zu einem Anstieg der Normverbrauchsabgabe (NoVA) und dadurch auch zu höheren Verkaufspreisen für Autos führen wird, fordert das Fahrzeughandel-Landesgremium Wien der Wirtschaftskammer Kompensationszahlungen vom Staat

Laut Berechnungen der Interessenvertretung wird das Verfahren WLTP (Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure) dem Finanzministerium ab 1. September jährlich 400 Mio. Euro an Mehreinnahmen bescheren, geht aus einer Aussendung vom Donnerstag hervor. Aus dem Finanzministerium hieß es auf APA-Anfrage dagegen, dass eine seriöse Abschätzung, wie sich die Änderung auf das Budget auswirke, "nicht machbar" sei. Manche Fahrzeuge könnten sogar günstiger werden.

Der Obmann des Wirtschaftskammer-Landesgremiums für den Fahrzeughandel, Burkhard Ernst, spricht hingegen von einer "Ökosteuer", die Autofahrer "massiv belasten" würde. Er verlangt daher die "sofortige Einführung" einer "Ökoprämie". Konkret sollen Autokäufer einen staatlich geförderten Bonus in der Höhe von 1.500 Euro bekommen, wenn sie ein neues Fahrzeug kaufen und einen alten Pkw mit schlechterer Abgasnorm zurückgeben.

Im Finanzministerium kann man dem Vorschlag nichts abgewinnen. "Dass ausgerechnet die Branche, die Kunden strukturiert in die Irre geführt und zulasten der Umwelt gewirtschaftet hat, jetzt an den Staat appelliert, ist sonderbar", heißt es in einer an die APA übermittelten Stellungnahme. Es entspreche nicht dem Gerechtigkeitsverständnis der Regierung, alle Steuerzahler zur Kasse zu bitten, um manchen Autokäufern die Entscheidung zu erleichtern.

Ab 1. September 2018 dürften nur mehr Fahrzeuge verkauft werden, die nach dem neuen Verfahren zertifiziert wurden. Betroffen sind Pkw und leichte Nutzfahrzeuge. In der Regel ergibt das neue Verfahren einen um rund ein Fünftel höheren CO2-Wert. Dadurch erhöht sich auch die beim Neuwagenkauf fällige NoVA, weil diese nach dem CO2-Ausstoß berechnet wird.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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