Neuausrichtung bei McDonald's-Österreich schreitet voran -Mehr Umsatz

Nach sinkenden Umsatz- und Gästezahlen in den USA zog die Fast-Food-Kette McDonald's vor einem Jahr die Notbremse und stellte sich neu auf. Dazu gehörte auch, sich ein gesünderes Image zu geben. Auch Österreich war betroffen. In fast der Hälfte der Standorte sind nun Bezahl- und Abholschalter getrennt, das Veggie-Angebot wurde ausgebaut, glutenfreie Produkte eingeführt.

Burger können seither auf Wunsch auch individuell zusammengestellt werden. Zudem werden alle Speisen erst nach der Bestellung zubereitet. Früher wurden sie auf Vorrat hergestellt. Mit dieser Neuausrichtung will McDonald's im Bereich der Premium-Burgerbrater mitmischen und auch andere Kundenschichten ansprechen. "Als großes Unternehmen muss man sich selbst hinterfragen und auch weiterentwickeln", sagte McDonald's-Österreich-Chef Andreas Schmidlechner am Donnerstag im APA-Gespräch. Die Gefahr sei groß, die Zeichen der Veränderung zu übersehen.

Die Kette kooperiert auch mit Foodbloggern, die die Burger teils gegen Bezahlung auf Instagram in Szene setzen. Eine komplett neue Richtung will die Fast-Food-Kette damit dennoch nicht einschlagen. McDonald's wolle mit seinen Produkten eine breite Schicht ansprechen, so Schmidlechner. Vom Kunden, der einen Cheeseburger um 1 Euro will bis zu dem, der sich für den deutlich teureren selbst kreierten Burger entscheidet. Derzeit hat der Cheeseburger klar die Nase vorne: Im Vorjahr wurden hierzulande 32,6 Millionen Stück verdrückt.

Bis Jahresende 2016 sollen alle 196 Standorte auf das neue Konzept umgestellt sein. Pro Restaurant kostet das rund 150.000 Euro, etwa die Hälfte davon trägt McDonald's, den Rest die Franchisenehmer. In Summe investierte McDonald's im Vorjahr 150 Mio. Euro in Österreich. Der Umsatz stieg um 14 Mio. Euro auf 576 Mio. Euro. Die Gästezahl blieb bei etwa 158 Millionen stabil.

Heuer plant McDonald's bis zu fünf neue Standorte. Ehemalige Zielpunkt-Filialen seien nicht darunter. "Wir sind beim Bieterprozess nicht dabei", sagte Schmidlechner.

Auf Pommes frites mit Schokoladensauce - wie in Japan kürzlich eingeführt - wird McDonald's in Österreich übrigens verzichten. Auch das Rund-um-die-Uhr-Frühstücksangebot wird hierzulande nicht eingeführt. In den USA kam die Ausweitung bei den Gästen so gut an, dass die internationalen Zahlen zuletzt wieder besser waren.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte