Netflix gewann zum Jahresauftakt fast fünf Millionen Nutzer hinzu

Der Videodienst Netflix verzeichnet dank eigener Serien wie "House of Cards" kräftig Zulauf. Im ersten Quartal 2015 stieg die Kundenzahl um rund 4,9 Millionen auf weltweit über 62 Millionen, wie Netflix am Mittwoch mitteilte.

Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich um 24 Prozent auf 1,57 Milliarden Dollar (1,47 Mrd. Euro). Der Gewinn sank hingegen von 53,1 auf 23,7 Millionen Dollar. Ein Grund dafür war der starke Dollar, der die Auslandseinnahmen bei der Umrechnung in die US-Währung niedriger erscheinen lässt.

Das internationale Geschäft, das rasant ausgebaut wird, brachte einen operativen Verlust von 65 Millionen Dollar ein - im Vorjahresquartal waren es noch 35 Millionen Dollar gewesen. Für das laufende Vierteljahr rechnet Netflix sogar mit einem Minus von 101 Millionen Dollar.

Im Heimatmarkt verdiente Netflix hingegen 312 Millionen Dollar - über 50 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. In den USA hat der Dienst 41,4 Millionen Kunden, im vergangenen Vierteljahr kamen knapp 2,3 Millionen dazu.

In bisher mehr als 50 Ländern außerhalb der USA kommt Netflix nach einem Zuwachs von 2,6 Millionen Nutzern auf knapp 20,9 Millionen Kunden. Das Plus übertraf die Prognosen. Die Anleger reagierten begeistert: Die Aktie legte nachbörslich zeitweise um mehr als zwölf Prozent zu.

Netflix-Chef Reed Hastings führte das Wachstum der Nutzerzahlen auf die Popularität von Eigenproduktionen zurück. In den vergangenen Monaten startete die dritte Staffel der Polit-Serie "House of Cards" mit Kevin Spacey sowie neue Serien wie "Unbreakable Kimmy Schmidt" und "Bloodline". Netflix investiert massiv in die Produktion eigener Inhalte und verpflichtete unter anderem Adam Sandler für vier Filme. In Österreich, wo Netflix im vergangenen Herbst an den Start ging, wird "House of Cards" allerdings zunächst beim Bezahlsender Sky gezeigt.

Für das laufende Quartal rechnet Netflix mit langsamerem Wachstum mit einem Plus von 600.000 Kunden in den USA und 1,9 Millionen im Ausland.

Netflix ist ein Streaming-Dienst, bei dem die Filme und Serien direkt aus dem Internet laufen. Die Nutzer zahlen dafür eine Abo-Gebühr. Zum Konzern gehört auch noch ein Online-DVD-Verleih, der aber an Bedeutung verliert.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma