Netflix boomt weiter - Nutzerwachstum übertrifft Erwartungen

Los Gatos (APA/dpa) - Der Online-Videodienst Netflix hat sein rasantes Wachstum im dritten Quartal dank Serienhits wie "Narcos" fortgesetzt. Die Mitgliederzahl stieg in den drei Monaten bis Ende September um 5,3 Millionen auf gut 109 Millionen, wie das Unternehmen am Montag nach US-Börsenschluss mitteilte. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum entspricht das einem überraschend starken Zuwachs von 49 Prozent.

Vor allem außerhalb des US-Heimatmarktes boomte der Streaming-Service zuletzt, 4,5 Millionen der neuen Kunden wurden im Ausland hinzugewonnen. Für das laufende Quartal rechnet Netflix mit weiteren 6,3 Millionen neuen Mitgliedern. Die Nutzerzahlen übertrafen die Erwartungen, die Aktie kletterte nachbörslich zunächst um rund zwei Prozent. Der Kurs hatte zuvor auf Rekordhoch geschlossen.

Auch Umsatz und Gewinn steigerte Netflix im dritten Quartal deutlich. Die Erlöse kletterten im Jahresvergleich um gut 30 Prozent auf 3,0 Milliarden Dollar (2,5 Mrd. Euro). Der Überschuss nahm von 52 Millionen auf 130 Millionen Dollar zu. Allerdings steigt auch der Konkurrenzdruck, wie Netflix im Brief an die Aktionäre offen einräumte. Mit Disney, Amazon oder Apple forcierten derzeit etliche finanzstarke Großkonzerne ihre Bemühungen im Streaming-Geschäft.

Um seine Stellung im Markt zu verteidigen und weitere Kunden anzulocken, steckt Netflix Milliarden in die Produktion exklusiver Inhalte, die nur im eigenen Programm zu sehen sind. Zuletzt konnten etwa Serien wie "Narcos", "Ozark" oder "Stranger Things" punkten. Für 2018 kündigte das Unternehmen Investitionen in Höhe von sieben bis acht Milliarden Dollar an, um die Konkurrenz auf Distanz zu halten.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro