Nestle baut in der Schweiz bis zu 500 Stellen ab

Vevey (APA/sda) - Der Schweizer Nahrungsmittelmulti Nestle baut seine weltweite Informatik um. Dazu will er das Technologiezentrum in Barcelona und andere Standorte besser nutzen. Die Neuorganisation könnte bis zu 500 Stellen kosten. Der Stellenabbau würde innerhalb von 18 Monaten vollzogen, schrieb Nestle am Dienstag in einer Pressemitteilung.

Mit dem Schritt will Nestle den digitalen Wandel im Unternehmen beschleunigen und von Innovationen in der Informatik profitieren, wie das Unternehmen weiter mitteilte. Die Maßnahmen erhöhen auch die operative Effizienz.

Die Kaffeekapsel-Tochter Nespresso ihrerseits plant spezialisierte Zentren in Spanien und Portugal und will bereits bestehende Nestle-Einrichtungen für den Onlinehandel und die Lieferketten nutzen. Die Nespresso-Boutiquen sollen von einem neuen Zentrum in Italien geleitet werden. Nespresso bietet allen betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Stellen in diesen Zentren an.

Die Angestellten können die Pläne nun während einer Konsultationsphase kommentieren, wie Nestle weiter mitteilte. Zudem erarbeite das Unternehmen Sozialpläne. Hinzu kämen Stellenangebote innerhalb des Konzerns, Frühpensionierungen und die Beratung bei der Stellensuche. Produktionsstandorte in der Schweiz seien von den Maßnahmen nicht betroffen.

Seitens der Konzernleitung ließ sich der globale Personalchef Peter Vogt mit den Worten zitieren, der Konzern werde alle Möglichkeiten ausschöpfen, um den Betroffenen Unterstützung zu gewähren und die Auswirkungen abzumildern. Nestle bleibe dem Heimstandort Schweiz verbunden.

Wie Nestlé weiter mitteilt, stieg die Zahl der Angestellten in der Schweiz zwischen 2013 und 2017 von 6.700 auf 10.100. Das Unternehmen habe im Inland umfangreich investiert. Zurzeit stärke es die zentrale Forschung und Entwicklung in Lausanne. 2018 plane der Konzern in der Schweiz Investitionen von rund 300 Mio. Franken (259,1 Mio. Euro).

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro