Nespresso expandiert in Afrika

Nespresso setzt die Expansion in Afrika fort. Nachdem der Kaffeekapselhersteller bereits in Südafrika, Ägypten, Marokko, Algerien, Ghana, Elfenbeinküste und seit diesem Jahr auch in Senegal präsent ist, soll im nächsten Jahr ein Nespresso-Shop in Gabun folgen.

Das Nestle-Tochterunternehmen Nespresso gibt zwar weder globale noch regionale Zahlen bekannt. Die Verantwortlichen am Nespresso-Hauptsitz für die Region Mittlerer Osten, Afrika und Karibik in Dubai ziehen jedoch trotz einigen Schwierigkeiten eine "global sehr positive" Bilanz der Präsenz von Nespresso in Afrika. Die Expansion auf dem Kontinent werde fortgesetzt, weil Nespresso mittel- und langfristig ein Wachstumspotenzial für das Produkt sehe, erklärten sie auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.
Das Schweizer Kaffeekapselunternehmen, das weltweit rund 10.000 Mitarbeiter beschäftigt und mit eigenen Läden in etwa 60 Ländern präsent ist, setzt bei seiner Wachstumsstrategie für Afrika vor allem auf Länder, in denen bereits eine Kaffeekultur besteht. Das ist auch als Eingeständnis zu verstehen, dass Nespresso in Afrika bisher weniger schnell expandierte als erhofft. Das Unternehmen musste vor allem zuerst die Erfahrung machen, dass auch das in den 1980er-Jahren in der Schweiz entwickelte Erfolgsprodukt von Nestle sich den regionalen Gegebenheiten anpassen muss.
"Zurzeit bieten wir in Afrika eine Produktlinie für Privathaushalte und für Unternehmen an", erklärte ein Nespresso-Sprecher. Neben einem telefonischen Bestellservice gehört zum Angebot auch die Lieferung und Reparatur von Kaffeemaschinen. Oberste Priorität für Nespresso hat dabei die Sicherstellung der Beschaffung von hochklassigem Kaffee. Das Unternehmen hat dazu auch ein spezielles Nachhaltigkeitsprogramm gestartet. Das Programm bietet Produzenten Ausbildungen und technische Unterstützung. Ziel des Programms ist es auch, die Einkommen der Produzenten zu verbessern.
In Südsudan zum Beispiel unterstützt Nespresso mit diesem Programm rund 500 Kaffeebauern. Dabei wurden drei neue Kaffee-Kooperativen aufgebaut und ausgerüstet. So finanzierte Nespresso unter anderem Kooperativen, den Aufbau von Baumschulen und Mahlwerke. Diese Kooperativen sollen zur Kommerzialisierung des Kaffeeanbaus und damit zu einer Verbreiterung der ökonomischen Basis der lokalen Bauern beitragen.
Nespresso hat dabei Anfang Oktober begonnen, unter dem Label "Suluja ti South Suda" Kaffee aus dem Südsudan zu exportieren. Das ist auch für das Land selbst ein wichtiger Schritt, denn zum ersten Mal hat Südsudan neben Öl in größerem Umfang ein zweites Handelsprodukt, das sich exportieren lässt. Der Kaffee geht nach Frankreich und wird da in den Nespresso Clubs verkauft. Das Unternehmen bezeichnet diesen ersten Kaffee-Export aus Südsudan selbst als "bedeutsam". Er werde es nämlich dem Land erlauben, die Kaffeeindustrie wieder aufzubauen, nachdem sie durch den Bürgerkrieg zerstört worden sei.

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