Negativzinsen bringen Schweizer Notenbank Milliarden

Zürich (APA/Reuters) - Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat im vergangenen Jahr dank milliardenschwerer Bewertungsgewinne auf ihr umfangreiches Devisenportfolio einen Gewinn von 54,37 Mrd. Franken (47,2 Mrd. Euro) verbucht. Dazu haben auch die Negativzinsen von minus 0,75 Prozent beigetragen, die die SNB ab einem gewissen Freibetrag von den Banken erhebt.

Die Negativzinsen spülten der Zentralbank nach Angaben von Montag 2,02 Mrd. Franken in die Kasse, nach 1,52 Mrd. Franken im Jahr 2016. Mit den Strafzinsen will die SNB den Franken möglichst unattraktiv für Anleger machen und so einen wirtschaftsschädlichen Höhenflug der Währung verhindern.

Der Abschluss entspricht den vorläufigen Zahlen, die die SNB Anfang Jänner vorgelegt hatte. Die Aktionäre sollen wie angekündigt eine unveränderte Dividende von 15 Franken je Aktie erhalten. Bund und Kantone bekommen neben einer Gewinnausschüttung von einer Milliarde Franken eine Zusatzausschüttung von ebenfalls einer Milliarde Franken. Bereits 2016 hatte die Notenbank einen Gewinn von 24,48 Mrd. Franken eingefahren.

Brüssel (APA) - Die Staatssekretärin im Innenministerium, Karoline Edtstadler, (ÖVP) hat am Montag bei einer von der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) in Brüssel veranstalteten Konferenz zu Cybersecurity, betont, es sei eine Pflicht, das entsprechende EU-Gesetzespaket bis Jahresende abzuschließen. OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny erklärte, dass es wöchentlich Cyberattacken auf österreichische Banken gebe.
 

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Edtstadler will EU-Cybersecurity-Paket heuer abschließen

Washington (APA/dpa) - Im eskalierenden Handelsstreit der USA mit vielen Ländern der Welt haben die Vereinigten Staaten nun ihrerseits Beschwerde bei der Welthandelsorganisation (WTO) eingelegt. Diese richte sich gegen die Vergeltungszölle, die China, die Europäische Union, Kanada, Mexiko und die Türkei als Reaktion auf US-Sonderzölle auf Aluminium und Stahlimporte einführten.
 

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USA legen Beschwerde bei WTO gegen Strafzölle ein

Moskau/Kiew (APA) - Der italienische Innenminister Matteo Salvini hat die EU aufgerufen, den Sanktionen gegen Russland ein Ende zu setzen. Es sei nicht auszuschließen, dass Italien die zum Jahresende anstehende Verlängerung der Sanktionen gegen Russland durch sein Veto stoppen werde, sagte Salvini bei einer Pressekonferenz im Rahmen seines Besuchs in Moskau am Montag.
 

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Salvini droht mit Veto gegen Verlängerung der Russland-Sanktionen