Nebeneinnahmen der Airlines heben immer stärker ab

Wien (APA) - Die Bedeutung von Nebenerlösen in der Luftfahrt über die eigentliche Dienstleistung des Fliegens hinaus nimmt stetig zu. Die Top-10-Airlines nach Gesamtumsatz haben voriges Jahr Nebeneinnahmen in Höhe von 28 Mrd. Dollar (derzeit knapp 23,5 Mrd. Euro) lukriert, geht aus einer Erhebung der US-Luftfahrt-Consultingfirma Idea Works Company hervor. Im Jahr 2007 waren es erst 2,1 Mrd. Dollar gewesen.

In der Studie wird auf jüngste Kommentare von Scott Kirby, Präsident von United, verwiesen. Demnach kaufen 60 bis 70 Prozent der Passagiere einen höheren Tarif als den allergünstigsten. Das erkläre, dass weltweit immer mehr Luftfahrtgesellschaften solche Praktiken übernehmen würden, nicht zuletzt um mit Billigfluglinien mitzuhalten. Denn wenn Verbraucher verschiedene Leistungen angeboten bekommen, um Geld zu sparen, werde oft nicht die günstigste Variante gewählt.

Das Netzwerk der AUA-Mutter Lufthansa landete bei den Nebeneinnahmen laut einer Schätzung und einer Aktualisierung älterer Angaben in der Erhebung mit 1,35 Mrd. Dollar auf Platz 8. Zum Vergleich laut Finanzberichten: Rang 1 belegt United mit 6,22 Mrd. Euro, Rang 2 Delta mit 5,17 Mrd. Euro und Rang 3 American mit 4,90 Mrd. Euro.

Den höchsten Anteil von Nebenleistungen am Gesamtumsatz hat die US-amerikanische Billigfluggesellschaft Spirit Airlines mit 46,4 Prozent. Das sind knapp 50 Dollar pro Passagier. Bei der Lufthansa-Gruppe sind es 5,5 Prozent oder 14,7 Dollar. Zusatzumsätze werden etwa mit Verpflegung, zugewiesenen (Komfort-)Sitzen, Gepäckmengentarifen oder Kreditkartengebühren erwirtschaftet.

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