Navi-Hersteller TomTom wartet auf Umsatzschub -Verlust im Quartal

Der Navigationsgerätehersteller TomTom steuert durch eine Durststrecke. Im vergangenen Quartal rutschte das niederländische Unternehmen in die roten Zahlen, da sich die jüngste Auftragswelle aus der Autoindustrie erst später auszahlen wird. Das Management gab am Dienstag einen Verlust von fast sieben Millionen Euro bekannt nach einem Gewinn von 7,6 Millionen vor Jahresfrist. Der Umsatz stagnierte bei 205 Millionen Euro.

Noch macht sich die schwindende Nachfrage nach tragbaren digitalen Wegfindern bemerkbar. In Europa ging der Absatz um acht Prozent zurück, in den USA um 17 Prozent. In diesem Geschäftsbereich spürt TomTom die wachsende Konkurrenz durch Smartphones, die ebenfalls über Navigations-Funktionen verfügen.

Hoffnungen machen dem Management dagegen andere Sparten. Konzernchef Harold Goddijn teilte mit, sowohl der Bereich Sportuhren für Jogger und Wanderer als auch das Geschäft mit Stau- und Wetterinformationen verzeichneten Zuwächse. Zuletzt hatte TomTom eine Reihe von wichtigen Aufträgen von Autobauern erhalten, darunter Volkswagen, Hyundai und Fiat. Die Erlöse daraus erwirtschaften die Niederländer jedoch erst in den kommenden Quartalen.

TomTom könnte ferner vom geplanten Verkauf des Kartengeschäfts von Nokia profitieren. Je nachdem wer sich die Sparte einverleibt, bleibt TomTom womöglich der einzige unabhängige Anbieter, der über eine große Datenbasis und entsprechende Technologie für digitale Kartendienste verfügt.

Die Aussichten auf gute Wachstumschancen haben die Aktie des Unternehmens in diesem Jahr um 40 Prozent in die Höhe getrieben. Am Dienstag lag sie nach anfänglichen Einbußen 0,6 Prozent im Plus. Für das Gesamtjahr bekräftigte Goddijn die Geschäftsprognosen. Der Umsatz soll demnach bei einer Milliarde Euro liegen.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne