Nationalrat: Crowdfunding wird leichter

Alternative Finanzierungen für Unternehmer werden erleichtert. Mit einem Dienstagabend einstimmig vom Nationalrat beschlossenen Gesetz ist künftig erst ab einem Emissionsvolumen von fünf Mio. Euro der volle Kapitalmarktprospekt notwendig. Derzeit liegt die Grenze bei 250.000 Euro. Für ein Emissionsvolumen zwischen 1,5 und 5 Mio. Euro ist nur noch ein vereinfachter Prospekt zu erstellen.

Eine Person kann pro Projekt bis zu 5.000 Euro im Jahr investieren. Diese Grenze kann aber überschritten werden, wenn der Investor im Monat mehr als durchschnittlich 2.500 Euro netto verdient - dann kann das Zweifache des Monatsnettoeinkommens veranlagt werden. Oder es können zehn Prozent des Finanzanlagevermögens pro Investor angelegt werden, wenn diese Summe höher als 5.000 Euro ist.

Insgesamt ist die Opposition ziemlich unzufrieden, dass die Grenze für Einzelbeteiligungen mit 5.000 Euro gewählt wurde - zu niedrig, lautete der allgemeine Konsens. SP-Mandatar Christoph Matznetter verteidigte hingegen die Grenze als vernünftig. Wissenschaftsstaatssekretär Harald Mahrer (ÖVP) beruhigte, dass es ohnehin eine Evaluierung geben werde.

Besonders angetan war man vom Gesetz seitens der ÖVP, hätten doch bisher aufgrund der strengen Regeln viele Unternehmen nicht gegründet werden können, wodurch wiederum viele Arbeitsplätze nicht geschaffen worden seien. In einem nächsten Schritt brauche es die steuerliche Absetzbarkeit für Risiko-Kapital, so Mandatar Werner Groiß.

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Europäische Zentralbank (EZB) erwartet frühestens in rund einem Jahr die nächste Zinserhöhung. Der Leitzins liegt derzeit auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent und soll nach den Worten von EZB-Präsident Mario Draghi noch "über den Sommer" 2019 hinaus auf diesem Niveau bleiben.
 

Newsticker

Draghi: EZB-Zinsen bleiben über Sommer 2019 hinaus auf Rekordtief

München (APA/Reuters) - Siemens baut in der angeschlagenen Kraftwerks-Sparte in Deutschland 500 Arbeitsplätze weniger ab als geplant. Das ist das Ergebnis der monatelangen Verhandlungen mit der IG Metall und dem Betriebsrat, wie der Münchner Industriekonzern am Montag verkündete.
 

Newsticker

Siemens baut in Deutschland 2.900 Stellen ab

Berlin/Palo Alto (Kalifornien) (APA/dpa) - Industrie-Unternehmen in Europa haben die Bedeutung Künstlicher Intelligenz als einen maßgeblichen Schlüssel-Faktor für ihren künftigen Erfolg erkannt. Im Schnitt erwarten die Unternehmen dadurch Umsatzzuwächse von 11,6 Prozent bis 2030, geht aus einer Studie hervor, die von Hewlett Packard Enterprise (HPE) und den Ausrichtern der Konferenz Industry of Things World in Berlin durchgeführt wurde.
 

Newsticker

Studie: Industrie sieht Künstliche Intelligenz als Schlüssel-Faktor