Nationalbank will Finanzbildung in Schulen forcieren

Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) hat heute, Montag, ihre neue Finanzbildungsplattform im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt. Da Kinder und Jugendliche immer früher mit Geld konfrontiert und die niedrigen Zinsen zu riskanteren Veranlagungen verleiten würden, sei Finanzbildung zunehmend wichtiger, hieß es von der OeNB. Der Start der Plattform ist nun mit dem neuen Schuljahr erfolgt.

Die Nationalbank will eine Alternative zu bestehenden Angeboten in der Finanzbildung - etwa von Banken - bieten. "Wir verstehen die Finanzbildung als öffentliches Gut - das für alle offen stehen sollte. Wir wollen hier als Leitfigur auftreten, weil wir unabhängig und neutral sind", sagte der Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank, Ewald Nowotny. Dazu startet nun die Internetplattform www.eurologisch.at. Darauf finden sich Lehrmaterialien für Pädagogen, Online-Tools, Kurzfilme sowie Informationen zu Seminaren und Workshops. Zudem bietet die OeNB Besuche an Schulen in allen Bundesländern an.

Die Kenntnisse der österreichischen Bevölkerung zum Thema Finanzen nehmen laut einer Studie mit steigender Komplexität stark ab. "Wir finden große Wissenslücken vor - bei Fragen, die kein Expertenwissen erfordern", schilderte Studienautorin Maria Silgoner von der OeNB die Ergebnisse. Am schwächsten schnitten die Teilnehmer bei Fragen zu Zinsen und Anleihen ab - nur ein Fünftel war in der Lage, die richtige Antwort zu geben. Die Untersuchung zeigt auch, dass vor allem der Bildungsgrad ausschlaggebend für das Finanzwissen ist. Daher soll das Service in Volksschulen und der Unterstufe ansetzen. Finanzbildung sei nicht zuletzt dafür wichtig, um Risiken bei der Veranlagung von Vermögen frühzeitig zu erkennen, so Silgoner.

Auf Fragen zu weiteren geldpolitischen Eingriffen der Europäischen Nationalbank (EZB) wollte sich Nowotny nicht dezidiert äußern - er verwies auf die für kommenden Donnerstag angesetzte Sitzung des EZB-Rats, dessen Mitglied er ist. "Ich bin aber sehr froh, dass sich die Situation in Griechenland beruhigt hat - hoffentlich tragen die bevorstehenden Wahlen zu einer weiteren Stabilisierung bei." Angesprochen auf die heute, Montag, veröffentlichte Einschätzung des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo), wonach die EU den USA beim Wirtschaftswachstum hinterherhinke, verwies der Gouverneur auf unterschiedliche Entwicklungen der Mitgliedsstaaten.

Lieboch/Wien (APA) - Die Zeta Biopharma GmbH mit Sitz in Lieboch bei Graz hat nach eigenen Angaben einen Großauftrag vom deutschen Pharmakonzern Boehringer Ingelheim erhalten. Der Auftrag übersteige deutlich die 25 Mio. Euro-Grenze und umfasst neben Anlagenplanung die Lieferung der Bioreaktoren für die Biotech-Produktionsanlage am Boehringer Regional Center Vienna.
 

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Steirische Zeta Biopharma mit Großauftrag von Boehringer Ingelheim

Dublin (APA/dpa) - Beim irischen Billigflieger Ryanair kündigt sich der erste Pilotenstreik der Geschichte an. Die Vereinigung Cockpit (VC) hat am Dienstag zu Streiks an den deutschen Basen aufgerufen. Zuvor hatten bereits Gewerkschaften in Italien und Portugal für Arbeitskämpfe mobilisiert. An der Basis Dublin haben sich irische Piloten per Urabstimmung für einen Streik ausgesprochen.
 

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Deutsche Ryanair-Piloten wollen streiken - Europaweite Aktion

Wien (APA) - Der Automarkt boomt in Österreich. Bis November wurden heuer 327.669 Pkw neu zum Verkehr zugelassen, um 7,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, teilte die Statistik Austria am Dienstag mit. Damit lag die Zahl der Pkw-Neuzulassungen einen Monat vor Jahresende nur um rund 2.000 Stück unter jener des Gesamtjahres 2016. Im Monat November betrug der Anstieg 16 Prozent.
 

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Automarkt boomt - Pkw-Zulassungen bis November um 7,8 Prozent höher