Nach ÖVAG-Aus - Deutsche Union Investment kauft Fondsgesellschaften

Die deutsche Fondsgesellschaft Union Investment übernimmt zwei Fondsgesellschaften der alten ÖVAG, die seit 4. Juli nicht mehr am Markt ist. Erworben werden von der Union Asset Management Holding AG 100 Prozent der Volksbank Invest Kapitalanlagegesellschaft m.b.H sowie 94,5 Prozent der Anteile an der Immo Kapitalanlage AG, teilte die zur DZ-Bank-Gruppe gehörende Union Investment Montagfrüh mit.

Die restlichen 5,5 Prozent der Immo KAG gehen auf das neue Volksbanken-Spitzeninstitut, die Volksbank Wien-Baden, über. Das Signing sei am 3. Juli erfolgt, heißt es in der heutigen offiziellen Mitteilung. Das Closing ist für das laufende dritte Quartal geplant. Die Aufsicht muss den Deal noch genehmigen.

Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. In der Branche war von einer mittleren zweistelligen Millionensumme die Rede.

Die bisherige VB Invest und Immo KAG verwalten laut heutiger Mitteilung Vermögen in Höhe von 5,4 Mrd. Euro (Stand Ende Juni). Beschäftigt sind in den beiden Gesellschaften zusammen 45 Mitarbeiter. Die VB Investment bietet 42 Wertpapierfonds an, die Immo KAG einen offenen Immobilienpublikumsfonds.

Die VB Invest werde unter dem Markendach der Union Investment firmieren, die Immo KAG voraussichtlich ihre Marke beibehalten.

Union Investment nutze mit dem Kauf die Möglichkeit, den Marktauftritt in Österreich zu stärken und weitere Kundengruppen zu erschließen. Bisher war man vor allem im institutionellen Bereich tätig. "Wir wollen nicht nur unser bestehendes institutionelles Geschäft in Österreich kräftig ausbauen", so Union-Investment-Vorstandsvorsitzender Hans Joachim Reinke in der Pressemitteilung. Im Privatkundengeschäft wird nun auch mit den Volksbanken in Österreich kooperiert.

Die deutsche DZ-Bank-Gruppe ist Teil der Genossenschaftlichen FinanzGruppe, die mehr als 1.000 Volksbanken Raiffeisenbanken umfasst. Die Union Investment hat nach eigenen Angaben mehr als 4 Millionen Kunden und rund 252 Mrd. Euro Assets under Management (per Ende März). Beschäftigt sind rund 2.570 Mitarbeiter. Die Zahl der Fonds/Produkte liegt bei mehr als 1.100.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker