Musikindustrie investiert jährlich 3,4 Mrd. Euro, Branche schrumpft trotzdem weiter

London/Wien - 3,4 Mrd. Euro lässt sich die globale Musikindustrie jährlich die Entdeckung, den Aufbau und die Vermarktung von Künstlern kosten. Das geht aus dem heute, Dienstag, in London präsentierten "Investing in Music"-Report des internationalen Musikwirtschaftsverbands IFPI hervor. Alleine zwei Mrd. Euro entfallen dabei auf den Bereich A&R (Artist & Repertoire), also den Aufbau von neuen Talenten.

"Die Musiklabels sind die Partner der Kreativen bei Produktion, Marketing und Vertrieb und investieren mehr in den Aufbau von Künstlerkarrieren als die Pharmaindustrie in Forschung und Entwicklung", wird Franz Medwenitsch, Geschäftsführer von IFPI Austria, in einer Aussendung zitiert. "Ohne diese Investitionen der Labels wären auch die Wertschöpfungseffekte in verwandten Branchen nicht möglich, und die sind mit 3,35 Mrd. Euro jährlich und 60.000 Jobs allein in Österreich bedeutend."

Im Jahr 2013 wurden von der Musikindustrie weltweit 15,1 Mrd. US-Dollar erwirtschaftet, was einem Minus von 3,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Mit ein Grund für die negative Entwicklung war Japan, das die ansonsten recht stabile Lage drückte. Ohne das Ergebnis des asiatischen Staates wäre der Musikmarkt auf ein globales Minus von 0,1 Prozent gekommen, wie IFPI-Vorsitzende Frances Moore im Frühjahr erläutert hat.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne