Munich Re sieht nach Hurrikan-Serie in USA Preisanstieg

München (APA/dpa) - Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re will sich von den milliardenschweren Hurrikan-Schäden in den USA und der Karibik nicht schrecken lassen. "Unser Risikoappetit wird sich nicht verändern, weder weltweit noch bei den US-Hurrikan-Risiken", sagte Vorstandsmitglied Hermann Pohlchristoph am Montag beim Branchentreff in Baden-Baden.

In den USA dürften die Preise in der Katastrophen-Rückversicherung aber besonders steigen. Wie teuer die Wirbelstürme "Harvey", "Irma" und "Maria" Munich Re zu stehen kommen, wollte der Manager nicht beziffern.

In der Branche kursieren Berechnungen, denen zufolge die Versicherer insgesamt um die 100 Mrd. Dollar (84,6 Mrd. Euro) an Schäden zu begleichen haben dürften. "2017 wird nach 2005 und 2011 wohl das dritte Jahr, in dem die versicherten Schäden durch Naturkatastrophen die Marke von 100 Mrd. Dollar überschreiten", sagte Pohlchristoph.

Der weltweit zweitgrößte Rückversicherer Swiss Re hatte seine Belastung durch die drei Stürme und die jüngsten Erdbeben in Mexiko am Freitag auf 3,6 Mrd. Dollar geschätzt. Munich Re hat bisher keine eigenen Schätzungen veröffentlicht, aber ihr Gewinnziel von 2,0 bis 2,4 Mrd. Euro für 2017 in Frage gestellt.

Pohlchristoph erwartet, dass die Hurrikan-Schäden aus den USA die Preise in der Katastrophen-Rückversicherung auch in Europa treiben. "Rückversicherung ist ein globales Geschäft, auch wenn die Schäden regional sind. Die Auswirkungen dürften daher auch global sein." In den vergangenen Jahren seien die Preise im US-Katastrophengeschäft kräftig gefallen. Das lag sowohl an den jahrelang relativ geringen Schäden als auch an einem Überangebot an Rückversicherungsschutz.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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