Münchener Rück verteilt 2,3 Mrd. Euro an die Aktionäre

München (APA/Reuters/dpa) - Trotz eines Gewinneinbruchs verteilt die Münchener Rück (Munich Re) 2,3 Mrd. Euro unter ihren Aktionären. Der weltgrößte Rückversicherer kündigte am Donnerstag ein weiteres Aktienrückkaufprogramm über eine Milliarde Euro an, obwohl der Gewinn im vergangenen Jahr um 84 Prozent auf 392 Mio. Euro geschrumpft ist. Die Dividende bleibt wie geplant bei 8,60 Euro je Aktie.

"Munich Re verfügt weiterhin über eine sehr starke Kapitalausstattung", sagte Finanzvorstand Jörg Schneider in München. "Munich Re hat somit die finanzielle Stärke, um profitabel zu wachsen." Der Rückkauf, der Ende April beginnen soll, trieb die Aktie vorbörslich um 2,5 Prozent nach oben.

Beim Gewinn nimmt sich die Münchener Rück etwas mehr vor als für 2017. Der Überschuss solle zwischen 2,1 und 2,5 Mrd. Euro liegen, sagte der neue Vorstandschef Joachim Wenning. 2020 sollen es rund 2,8 Mrd. Euro sein. Mit den Prognosen liegt die Munich Re beim 2020er-Ziel über den Erwartungen der Experten. Mit den Erwartungen für das laufende Jahr bleibt der Versicherer allerdings unter den Schätzungen.

"Ergo setzt das Strategieprogramm Schritt für Schritt mit Erfolg um, und in der Rückversicherung erhalten unsere Wachstumsinitiativen zusätzlichen Rückenwind durch anziehende Preise." Wenning hatte kürzlich intern einen Stellenabbau verkündet, um die Kosten zu senken.

Im Jänner hatten sich die Erstversicherer unter dem Eindruck der verheerenden Wirbelstürme Harvey, Irma und Maria erstmals seit Jahren im Schnitt auf höhere Rückversicherungs-Prämien eingelassen. Dieser Trend werde anhalten, zeigte sich Münchener-Rück-Vorstand Torsten Jeworrek zuversichtlich. In das vergangene Jahr war die Münchener Rück mit dem Ziel eines Gewinns von 2,0 bis 2,4 Mrd. Euro gegangen, ehe die Hurrikan-Serie in den USA die Pläne hinwegfegte.

Trotz der steigenden Preise rechnet die Münchener Rück 2018 mit leicht sinkenden Bruttobeiträgen von 46 bis 49 (2017: 49,1) Mrd. Euro. In der Rückversicherung sollen es 29 bis 31 (31,6) Mrd. Euro sein. Die im Umbau befindliche Erstversicherung-Tochter Ergo soll die Beiträge stabil halten und ein Ergebnis von 250 bis 300 (273) Mio. Euro abliefern.

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker

Brüssel (APA) - Unter österreichischem EU-Vorsitz zeichnet sich keine Einigung der EU-Staaten mehr über die geplante Aufstockung der EU-Grenzschutzagentur Frontex bis 2020 auf 10.000 Mann ab. Der EU-Vorsitz sieht dem Vernehmen nach für Dezember keine formale Einigung der EU-Innenminister mehr vor.
 

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Keine Einigung für Frontex-Aufstockung unter Österreichs EU-Vorsitz