Motorola und Verizon preschen bei 5G-Mobilfunk voran

Schaumburg (Illinois)/New York (APA/dpa) - Der Smartphone-Hersteller Motorola und der Mobilfunkprovider Verizon wollen Anfang 2019 in den USA mit einer 5G-Lösung starten. Motorola kündigte am Donnerstag in Chicago ein neues Smartphone, das Moto Z3, sowie eine 5G-Hardware-Erweiterung zum Anstecken an. Damit kann eine Datenverbindung im Mobilfunknetz der fünften Generation aufgebaut werden.

5G-Netze bieten bis zu zehnfach höhere Datengeschwindigkeiten als 4G-Netze (LTE). Außerdem sind die Laufzeiten der Daten (Latenz) extrem kurz. Motorola demonstrierte in Chicago eine Datenverbindung mit 3,3 Gigabit pro Sekunde via 5G. Das ist nicht nur viel schneller als bisher verfügbare Mobilfunkverbindungen, sondern stellt auch Hochgeschwindigkeitsverbindungen im Festnetz in den Schatten. Das Anfang 2019 verfügbare System soll Geschwindigkeiten bis zu 5 GBit/s erzielen.

"Als erster Hersteller verbindet Motorola Konsumenten mit einem 5G-Netzwerk", sagte Motorola-Europachef Antony Barounas in Chicago. Dies ermögliche einen Aufbruch in Sachen Video-Streaming, beim Anschluss von Smart-Home-Geräten, bei der digitalen Fernarbeit und beim Gaming. Motorola hat sich für die Entwicklung des "5G Mod" mit dem Chiphersteller Qualcomm zusammengeschlossen. Das Zusatzgerät soll umgerechnet rund 500 Euro kosten.

Verizon wird noch in diesem Jahr einen Dienst anbieten, um Haushalte mit hohen Geschwindigkeiten via 5G online zu bringen. Der Service soll zunächst in Los Angeles, Sacramento und Houston verfügbar sein. Wo das erste Mobilfunknetz dann entstehen wird, ist noch offen. Es steht auch noch nicht fest, welche Gebühren Verizon für die Nutzung des 5G-Netzwerkes verlangen wird.

Die Mobilfunksparte des US-Technologie-Unternehmens Motorola war 2012 an Google verkauft worden. Motorola Mobility gehört seit Oktober 2014 zum chinesischen Technologie-Konzern Lenovo.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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