Motel One im Jahr 2015 mit kräftigem Umsatzwachstum

Die Münchner Low-Budget-Hotelkette Motel One hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 ihren Umsatz kräftig um 26 Prozent auf 322 Millionen Euro gesteigert. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich um 19 Prozent auf 97 Millionen Euro, der Gewinn nach Steuern stieg auf 77 Millionen Euro (2014: 49 Millionen Euro).

Wie das Unternehmen am Freitag mitteilte, konnte die Auslastung auf 75,3 Prozent (2014: 74,8 Prozent) gesteigert werden. Die Zahl der Nächtigungen stieg von 3,2 auf 3,7 Millionen an, die der Zimmer auf 13.887. Alleine im Vorjahr eröffnete Motel One sechs neue Hotels mit fast 1.800 Zimmern. Trotz des starken Wachstumskurses hat sich die Gesamtzahl der Häuser von 54 auf 51 verringert, weil 2015 neun kleinere Hotels der ersten Generation verkauft worden sind.
"Diese Häuser waren zwar hoch profitabel, haben aber nicht mehr zu unserem Markenbild gepasst. Die Hotels lagen in Gewerbegebieten außerhalb der Städte und waren nur mit dem Auto erreichbar. Mittlerweile bin ich überzeugt, dass günstige Design-Hotels in die besten Lagen gehören und dort eine große Chance haben", sagte Motel One-Gründer und CEO Dieter Müller im Gespräch mit der APA. Waren die ersten Häuser des Unternehmens noch relativ klein, setzt Motel One heute vor allem auf große Einheiten. Das im Vorjahr eröffnete Hotel am neuen Wiener Hauptbahnhof hat etwa 533 Zimmer. "Wir passen die Kapazität aber immer an lokale Gegebenheiten an, weil jede Marke auch ein Sättigungslimit hat."
Am Konzept der Kette - Müller nennt es "exzellente Standorte, hohen Design- und Qualitätsanspruch und einen attraktivem Preis" gebe es nicht zu rütteln. Dass die Wünsche der Gäste getroffen werden, zeige auch das Ergebnis. "Es gibt keine Restaurants, keine Konferenzräume, keine Spa- oder Fitnessbereiche. Aber was wir bieten, wollen wir in hoher Qualität bieten - bei den Materialien, den Handtüchern und der Bettwäsche, bei der Freundlichkeit der Mitarbeiter, bei der Sauberkeit." Neu ist, dass in Zukunft größeren Bars und Lounges mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden soll. "Wir wollen die Bar als kommunikativen Mittelpunkt des Hotels entwickeln. Wo wir das schon so haben, wird es gut angenommen", erklärte Müller.
In Österreich betreibt Motel One im Joint Venture mit der Verkehrsbüro Group sechs Hotels, vier in Wien und zwei in Salzburg. Spezielle Kennzahlen zu den österreichischen Häusern gab Müller nicht bekannt, ihr Anteil am Gesamtumsatz lag 2015 aber bei rund 12 Prozent. Wie der Gründer der Kette zur APA sagte, hält er weitere Hoteleröffnungen in Österreich für wahrscheinlich, umsetzungsreife Pläne gebe es aber noch nicht. "Wir denken, dass in Wien noch der ein oder andere Standort möglich ist, interessante Märkte wären auch Innsbruck oder Linz. Diese Märkte schauen wir uns genauer an, konkrete Pläne gibt es aber noch nicht."
Solche liegen dafür für eine ganze Reihe neuer Projekte vor: "Unser Ziel ist es, die großen Metropolen in Europa zu besetzen. Wir sind derzeit in sechs Ländern aktiv und setzen unsere Internationalisierung fort." Momenten befänden sich 24 weitere Hotels in der vertraglich gesicherten Pipeline. Das würde ein Wachstum der Marke auf insgesamt 75 Hotels mit fast 21.600 Zimmern bedeuten.
Eine Expansion in Skigebiete oder Feriendestinationen schloss Müller, der selbst einen Wohnsitz in Kitzbühel hat und dort auch ein Hotel besitzt, im APA-Gespräch aus: "Wir sehen Motel One als urbanes Konzept. Wir können so billig anbieten, weil wir uns auf das Zimmer und die Bar konzentrieren. Ein Urlaubsressort ohne SPA oder ohne Restaurant würde meiner Ansicht nach aber nur sehr schwer funktionieren."

Brüssel (APA/dpa) - Die EU droht Nordkorea eine weitere Verschärfung von Sanktionen an. Wegen der atomaren Aufrüstung des Landes werde man in enger Abstimmung mit den internationalen Partnern weitere Reaktionen in Erwägung ziehen, heißt es in einer am Donnerstagabend beim EU-Gipfel verabschiedeten Erklärung.
 

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EU droht Nordkorea neue Sanktionen an

Brüssel (APA) - Der EU-Gipfel in Brüssel hat ein "effektives und faires Steuersystem" für die Digitalwirtschaft verlangt. Die EU-Staats- und Regierungschefs forderten am Donnerstag die EU-Kommission auf, "angemessene" Vorschläge dafür bis Anfang 2018 vorzulegen.
 

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EU-Gipfel will Vorschlag für Digitalsteuer Anfang 2018

San Francisco/Mountain View (APA/dpa) - Der Fahrdienstvermittler Lyft hat sich frisches Geld bei Investoren besorgt. Die von CapitalG, einem Investmentfonds der Google-Mutter Alphabet, angeführte Finanzierungsrunde spült eine Milliarde Dollar (851,14 Mio. Euro) in die Kasse, teilte Lyft am Donnerstag mit. Insgesamt wurde die Firma von Geldgebern zuletzt nach eigenen Angaben mit 11 Mrd. Dollar bewertet.
 

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Uber-Rivale Lyft sammelt weitere Milliarde bei Investoren ein