Moscovici fordert von Italien substanzielle Anstrengung für Haushalt

Mailand (APA/Reuters) - EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici verlangt von Italiens neuer Regierung eine "substanzielle Anstrengung" in der Haushaltsplanung für das kommende Jahr. "Es ist im Interesse Italiens, die öffentlichen Schulden unter Kontrolle zu halten", sagte Moscovici der Finanzzeitung "Il Sole 24 Ore" (Freitagausgabe).

Seinen Worten zufolge soll das Land sein Budgetdefizit 2019 um 0,6 Prozentpunkte zurückfahren. Den EU-Vorgaben zufolge darf die Neuverschuldung im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung die Obergrenze von drei Prozent nicht überschreiten.

Moscovici fügte hinzu, die bevorstehenden Verhandlungen mit der Regierung in Rom würden nicht einfach. Er könne nicht völlig ausschließen, dass es in Italien Politiker gebe, die bereit seien, den Euro aufzugeben.

Die populistische Regierungskoalition aus 5-Sterne-Bewegung und Lega will ihre Ziele zur Wirtschaftsentwicklung und den öffentlichen Finanzen im September vorlegen. Das Kabinett soll den Haushalt im Oktober billigen und dann bis Ende des Monats an die EU-Kommission schicken.

Brüssel (APA) - Österreichs Schulden sind im zweiten Quartal des Jahres auf 76,5 Prozent des BIP gesunken. Im Vergleichszeitraum 2017 waren es noch 81,0 Prozent. In der Eurozone ging der Schuldenstand im Jahresabstand von 89,2 auf 86,3 Prozent zurück. In der EU verringerte er sich von 83,4 auf 81,0 Prozent, geht aus jüngsten Daten von Eurostat vom Dienstag hervor.
 

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Österreichs Schulden auf 76,5 Prozent des BIP gesunken

Wien (APA) - In Österreich ist seit Ende 2016 die Nachfrage nach Unternehmenskrediten aufgrund der guten Konjunktur stark gestiegen. Dieser Trend habe sich zuletzt jedoch abgeschwächt und könnte bis Ende des Jahres ein Plateau erreichen. Die Entwicklung im Privatkundengeschäft verlaufe vergleichsweise moderater, schreibt die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) in einer Aussendung am Dienstag.
 

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OeNB: Nachfrage nach Unternehmenskrediten erreicht neue Höhen

Brüssel (APA) - Österreich konnte im zweiten Quartal des Jahres einen Budgetüberschuss von 1,2 Prozent des BIP einfahren. Im Vergleichszeitraum 2017 hatte es noch ein Defizit von 1,9 Prozent gegeben. Die Eurozone konnte ihr Minus im Jahresabstand von 1,4 auf 0,1 Prozent verringern. Die EU verbesserte sich von -1,5 auf -0,3 Prozent.
 

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Österreich mit 1,2 Prozent Budgetüberschuss im zweiten Quartal 2018