Morgen Krisentreffen deutscher Wirtschaftsminister zu Siemens

München/Berlin (APA/dpa/dpa-AFX) - Zur Zukunft der Werke der Siemens-Kraftwerkssparte soll es morgen, Montag, ein Treffen von Siemens-Managern mit der deutschen Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) sowie Wirtschaftsministern mehrerer deutscher Bundesländer in Berlin geben.

Vor dem Treffen mit Managern des Elektrokonzerns zu den Kürzungsplänen hat Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) Alternativen zu Schließung oder Verkauf von Werken der Kraftwerkssparte gefordert. "Es müssen andere als diese Optionen ausgelotet werden", sagte Tiefensee am Sonntag auf dpa-Anfrage.

"Wir werden gegenüber Siemens deutlich machen, dass die Werke im Konzernverbund bleiben sollen", sagte Tiefensee. In Thüringen geht es um ein Generatorenwerk in Erfurt mit etwa 700 Beschäftigten, das nach den Plänen verkauft werden soll. Dagegen hatten auch die Fraktionen des Landtags protestiert.

Tiefensee rechnet mit einer gemeinsamen Position der Wirtschaftsminister. "Wir lassen uns nicht auseinanderdividieren", sagte er. In Sachsen sollen Standorte in Görlitz und Leipzig geschlossen werden. Siemens reagiert damit nach eigenen Angaben auf schlechter laufende Geschäfte in der Kraftwerks- und Antriebstechnik.

Zu dem Gespräch eingeladen sind die Wirtschaftsminister der Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Hessen, Bayern, Berlin, Sachsen, Thüringen und Brandenburg, hieß es vor dem Treffen.

Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner wird nicht am geplanten Berliner Krisengespräch zu den Jobabbauplänen des Münchner Elektrokonzerns teilnehmen. Sowohl Aigner als auch ihr Staatssekretär Franz Pschierer (beide CSU) seien am Montag terminlich verhindert, teilte das Ministerium heute in München auf Anfrage mit. Zu dem Gespräch geladen hatte Bundeswirtschaftsministerin Zypries, die "sozialverträgliche Lösungen" von Siemens fordert. Der Anstoß zu dem Treffen kam auch aus den neuen Ländern. Bayern ist Sitz von Siemens, bayerische Standorte jedoch nur geringfügig von den geplanten Kürzungen betroffen.

Siemens will weltweit 6.900 Stellen in den Sparten Kraftwerke und Antriebe abbauen, davon gut die Hälfte in Deutschland. Zwei Standorte im sächsischen Görlitz und in Leipzig mit zusammen 920 Arbeitsplätzen sollen geschlossen werden. Der Anstoß zu dem Treffen kam auch aus den neuen Ländern. Bayern ist Sitz von Siemens, bayerische Standorte jedoch nur geringfügig von den geplanten Kürzungen betroffen.

Paris (APA/AFP) - Der Möbelhersteller Roche Bobois geht an die Börse. Das französische Familienunternehmen hofft an der Mehrländerbörse Euronext auf einen Erlös von rund 22 Millionen Euro, wie es am Montag in Paris mitteilte. Die 1960 gegründete Roche-Bobois-Gruppe stellt hochwertige Möbel her und ist in 54 Ländern vertreten.
 

Newsticker

Französischer Möbelhersteller Roche Bobois geht an die Börse

Wien (APA) - Die Telekomregulierungsbehörde RTR hat Österreichs Kommunikationsinfrastruktur auf Risiken untersucht und dabei 487 Gefahren aufgelistet, wie aus einem am Montag veröffentlichten Bericht hervorgeht. Dabei geht es neben Ausfällen unter anderem um Cyberangriffe, Spionage und Katastrophen. Involviert waren Telekomfirmen, Internetserviceprovider, Verkehrs- und Innenministerium sowie das Kanzleramt.
 

Newsticker

Telekombehörde RTR unterzog Netzinfrastruktur Stresstest

München (APA/Reuters) - Das Übernahmeangebot aus China für den bayerischen Autozulieferer Grammer läuft. Die Aktionäre haben seit Montag vier Wochen (bis 23. Juli) Zeit, das Offert der Familie Wang anzunehmen, die den deutlich kleineren chinesischen Grammer-Partner Ningbo Jifeng kontrolliert, wie der Bieter mitteilte. Die Familie, die bereits gut 25 Prozent an Grammer hält, bietet wie angekündigt 60 Euro je Aktie.
 

Newsticker

Übernahmeangebot für Autozulieferer Grammer läuft bis 23. Juli