Moody's prüft Ratings der Deutschen Bank auf Herabstufung

Berlin - Die US-Agentur Moody's prüft eine mögliche Herabstufung der Bonitätsbewertung der Deutschen Bank. Dazu zählten das Langfristrating (A2) und das Rating für vorrangig unbesicherte Verbindlichkeiten (Baa1), teilten die Bonitätswächter am Montag mit. Grund seien zunehmende Hürden bei den Bemühungen der Deutschen Bank, die Profitabilität in den nächsten drei Jahren zu stärken und zu stabilisieren.

Die Deutsche Bank hatte einen schwachen Jahresstart hingelegt. Deutschlands größtes Geldhaus signalisierte in seinem vor kurzem veröffentlichten Geschäftsbericht, dass es wegen der großen Schwankungen an den Kapitalmärkten in den ersten Monaten 2016 vor allem im wichtigen Investmentbanking Bremsspuren gegeben haben dürfte.

2015 hatte die Bank unter dem Strich ein Minus von 6,7 Milliarden Euro verbucht. Denn die andauernden Rechtstreitigkeiten und der erneute Konzernumbau belasten die Bilanz. Und auch in diesem Jahr ist ein Verlust nicht ausgeschlossen.

Moody's prüft nach eigenen Angaben auch die wichtigsten Ratings der Deutsche-Bank-Tochter Postbank auf eine Herabstufung.

Frankfurt (APA/Reuters) - Börsianer dürften in der neuen Woche bange Blicke nach Frankfurt werfen. Dort entscheidet die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag über ihren weiteren geldpolitischen Kurs und hat damit auch das Wohl und Wehe des Aktienmarktes in der Hand. Erwartungen, dass die Zentralbank bald die Zinsen erhöht, hatten den Euro zuletzt auf ein Drei-Jahres-Hoch getrieben und den Dax zeitweise ausgebremst.
 

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EZB-Chef Draghi hält die Anleger in Atem

Bochum/Essen (APA/Reuters) - Thyssenkrupp-Gegner und -Befürworter haben sich anlässlich der Haufversammlung von Thyssenkrupp wegen der Zerschlagung des Mischkonzerns nichts geschenkt. Wie erwartet gab es scharfe Kritik von Investoren am Kurs von Vorstandschef Heinrich Hiesinger, der kein Freund einer Aufspaltung ist.
 

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Heftiger Schlagabtausch der Investoren auf Thyssen-HV

München (APA/Reuters) - Nach Schätzungen von Versicherungsmathematikern kommen auf die Assekuranz nach dem Orkan "Friederike" in Deutschland Zahlungen von rund 800 Mio. Euro zu. Das ergebe sich aus dem Modell, mit dem die Kölner Beratungsgesellschaft Meyerthole Siems Kohlruss (MSK) die Kosten von Stürmen in Deutschland berechnet, erklärte Versicherungsmathematiker Onnen Siems am Freitag.
 

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"Friederike" verursacht 800 Millionen Euro Schaden