Moody's stuft Kreditwürdigkeit Venezuelas noch schlechter ein

Caracas/Paris/Algier - Vor dem Hintergrund des Ölpreisverfalls hat die Ratingagentur Moody's die Kreditwürdigkeit von Venezuela weiter herabgestuft. Die Gefahr einer Staatspleite für den wichtigen Ölproduzenten sei "deutlich gestiegen", erklärte Moody's am Dienstag und senkte die Note um zwei Stufen auf "Caa3".

Es zähle zu den Kreditnehmer-Ländern "mit sehr hohem Risiko", begründete Moody's den Schritt. Venezuela leidet erheblich unter dem immer weiter fallenden Ölpreis.

"Hauptgrund" für die Herabstufung sei der Verfall des Ölpreises wegen seiner Auswirkungen auf die Zahlungsbilanz und die Devisenreserven des Landes. Moody's gehe davon aus, dass Venezuela 2015 ein Leistungsbilanzdefizit von zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts haben werde. Damit würde Venezuela erstmals seit 1998 mehr verbrauchen als produzieren. Das schwarze Gold macht 96 Prozent der Deviseneinnahmen Venezuelas aus. Bereits im Dezember hatte die Ratingagentur Fitch die Kreditwürdigkeit des Landes aus denselben Gründen um zwei Stufen gesenkt.

Venezuelas Präsident Nicolas Maduro traf unterdessen in Algerien ein, wo er mit Präsident Abdelaziz Bouteflika über die Ölpreiskrise beraten wollte, wie die Nachrichtenagentur APS meldete. Maduro unternimmt derzeit eine Reise zu den Mitgliedern der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), um über Maßnahmen gegen den fallenden Ölpreis zu sprechen, und führte bereits Gespräche im Iran und in Saudi-Arabien.

Das große Förderland Saudi-Arabien will an seiner bisherigen Politik festhalten und sein Angebot nicht drosseln. Es macht vor allem die US-Frackingindustrie für die Preisentwicklung verantwortlich. Der Ölpreis ist seit Juni um mehr als die Hälfte gefallen.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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