Monte Paschi-Aktien vor Kapitalerhöhung in Mailand unter Beschuss

Rom - Die Aktien der italienischen Krisenbank Monte dei Paschi di Siena (MPS) sind am Freitag unter Beschuss geraten. Die Titel wurden wegen der starken Kursbewegung mehrfach vom Handel ausgesetzt. Der Start der drei Milliarden schweren Kapitalerhöhung ist für den kommenden Montag vorgesehen. Im Juni soll sie abgeschlossen sein.

Das Management hatte am Donnerstagabend den Ausgabepreis für die neuen Aktien im Zuge der Kapitalerhöhung mit 1,17 Euro festgesetzt. Damit liegt der Abschlag auf den - um den Wert der Bezugsrechte bereinigten - Aktienkurs bei 38,9 Prozent. In den vergangenen fünf Handelstagen haben die Titel mehr als 17 Prozent an Wert eingebüßt. Die italienische Börsenaufsicht Consob hat den Prospekt für die 3 Mrd. Euro schwere Kapitalerhöhung abgesegnet. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte bereits vor zwei Wochen die Kapitalerhöhung genehmigt.

Mit der Kapitalaufstockung will sich die älteste Bank der Welt mit der Ausgabe neuer Aktien frisches Kapital am Markt besorgen. Damit soll eine große Kapitallücke geschlossen werden. Monte dei Paschi war beim Stresstest der EZB als schlechteste Großbank durchgefallen.

Das toskanische Geldhaus hatte sich mit der Übernahme des Rivalen Antonveneta sowie riskanten Derivate-Deals verhoben und war wiederholt auf staatliche Hilfen angewiesen. Zudem machten dem Geldhaus wegen der italienischen Wirtschaftskrise faule Kredite zu schaffen.

Wien (APA) - Im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP), Walter Meischberger, Peter Hochegger und andere begab sich heute die Richterin auf die Spur einer Immobilieninvestmentvereinbarung zwischen Meischberger und dem mitangeklagten Makler Ernst Karl Plech. Die mit 2006 datierte Vereinbarung wurde laut Anklage erst im Herbst 2009 erstellt und unterschrieben.
 

Newsticker

Grasser-Prozess - Richterin folgt Spur der Immoinvestvereinbarung

Wien (APA) - Die Kollektivvertragsverhandlungen der Metaller sind am Dienstag in die dritte Runde gegangen. Kurz vor Beginn der Gespräche bestätigte sich, dass die Fronten weiterhin verhärtet sind und am heutigen Verhandlungstag nicht mit einer Einigung zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu rechnen sein dürfte. Für Freitag ist gegebenenfalls eine weitere Verhandlungsrunde angesetzt.
 

Newsticker

Metaller-KV - Standpunkte in dritter Runde noch weit auseinander

Palo Alto (Kalifornien) (APA/dpa) - Der nach einer Klage wegen Marktmanipulation vereinbarte Vergleich zwischen Tesla-Chef Elon Musk und der US-Börsenaufsicht ist perfekt. Der zuständige Richter Alison Nathan stimmte dem Kompromiss am Dienstag in New York zu, wie aus Gerichtsdokumenten hervorgeht. Dabei hatte der Starunternehmer die Aufseher jüngst noch bei Twitter verspottet.
 

Newsticker

Richter stimmt Einigung zwischen Tesla-Chef und Börsenaufsicht zu