Monte Paschi-Aktien vor Kapitalerhöhung in Mailand unter Beschuss

Rom - Die Aktien der italienischen Krisenbank Monte dei Paschi di Siena (MPS) sind am Freitag unter Beschuss geraten. Die Titel wurden wegen der starken Kursbewegung mehrfach vom Handel ausgesetzt. Der Start der drei Milliarden schweren Kapitalerhöhung ist für den kommenden Montag vorgesehen. Im Juni soll sie abgeschlossen sein.

Das Management hatte am Donnerstagabend den Ausgabepreis für die neuen Aktien im Zuge der Kapitalerhöhung mit 1,17 Euro festgesetzt. Damit liegt der Abschlag auf den - um den Wert der Bezugsrechte bereinigten - Aktienkurs bei 38,9 Prozent. In den vergangenen fünf Handelstagen haben die Titel mehr als 17 Prozent an Wert eingebüßt. Die italienische Börsenaufsicht Consob hat den Prospekt für die 3 Mrd. Euro schwere Kapitalerhöhung abgesegnet. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte bereits vor zwei Wochen die Kapitalerhöhung genehmigt.

Mit der Kapitalaufstockung will sich die älteste Bank der Welt mit der Ausgabe neuer Aktien frisches Kapital am Markt besorgen. Damit soll eine große Kapitallücke geschlossen werden. Monte dei Paschi war beim Stresstest der EZB als schlechteste Großbank durchgefallen.

Das toskanische Geldhaus hatte sich mit der Übernahme des Rivalen Antonveneta sowie riskanten Derivate-Deals verhoben und war wiederholt auf staatliche Hilfen angewiesen. Zudem machten dem Geldhaus wegen der italienischen Wirtschaftskrise faule Kredite zu schaffen.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte