Monsanto kämpft weiter um Syngenta

Der US-Saatguthersteller Monsanto will bei der geplanten Übernahme des Schweizer Agrochemiekonzerns Syngenta langen Atem zeigen. "Ich werde da Energie reinstecken, um das über die Ziellinie zu bringen", sagte Monsanto-Chef Hugh Grant dem "Wall Street Journal" (Mittwochausgabe) in seinem ersten Interview seit Bekanntwerden der Übernahmepläne.

Er sprach von einem "langen Spiel" und dass er sich von Syngentas Abfuhr nicht abschrecken lasse. Monsantos Jagd nach dem Schweizer Unternehmen könnte sich über mehrere Monate auszahlen. Auch wenn die Transaktion nicht zustande komme, wolle Monsanto im Bereich Pestizide expandieren. "Wir werden einen anderen Weg finden, wie wir das machen. Wir brechen nicht einfach die Zelte ab und gehen dahin zurück, wo wir vorher waren."

Monsanto bietet 45 Milliarden Dollar für Syngenta und eine Gebühr von zwei Milliarden Dollar, sollte eine Übernahme am Widerstand der Kartellbehörden scheitern. Die Schweizer hatten die Offerte bereits mehrmals als "völlig unangemessen" zurückgewiesen. Der US-Saatguthersteller will am Mittwoch Quartalszahlen veröffentlichen.

Wien/Lissabon (APA) - Noch heuer könnte es auf EU-Ebene eine Grundlage für die Besteuerung digitaler Betriebsstätten - und damit international tätiger Konzerne wie Amazon ohne Sitz in allen Ländern - geben, ist Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) nach seinem Gespräch mit Eurogruppen-Vorsitzenden Mario Centeno zuversichtlich. In dieser Frage sei man auf einer Linie. Die EU-Kommission arbeite an einer Definition.
 

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Löger hofft noch heuer auf EU-Bestimmung zu digitaler Betriebsstätte

Cupertino (Kalifornien) (APA/dpa) - Im französischen Rechtsstreit um Demonstrationen in Läden des US-Technologiekonzerns Apple haben sich Globalisierungsgegner des Netzwerkes Attac nach eigener Einschätzung durchgesetzt. Ein Gericht in Paris wies am Freitag das Ansinnen des US-Konzerns ab, Attac-Mitgliedern unter einer Strafandrohung von 150.000 Euro Aktionen in den französischen Geschäften zu verbieten.
 

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Kein Hausverbot für Globalisierungsgegner in Apple-Läden

Moskau (APA/dpa) - Der russische Milliardär Oleg Deripaska (50) gibt die Führung beim Aluminiumhersteller Rusal und dessen Mutter En+ ab. Hintergrund ist ein Machtkampf um den wichtigen Konzern Norilsk Nickel. Rusal kündigte am Freitag bei der Vorlage des Jahresberichts 2017 an, das Unternehmen wolle mit der Holding Interros des Oligarchen Wladimir Potanin um die Kontrolle über den Nickelproduzenten streiten.
 

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Oligarch Deripaska gibt Führung beim Aluminiumriesen Rusal ab