Monsanto bot 45 Milliarden Dollar für Syngenta - Basler lehnen ab

Der weltgrößte Saatguthersteller Monsanto will sich offenbar den Schweizer Agrarchemiekonzern Syngenta einverleiben. Der US-Konzern habe ein vorläufiges 45-Milliarden-Dollar-Angebot (rund 40 Mrd. Euro) vorgelegt, berichtete die Nachrichtenagentur "Bloomberg" heute, Freitag, mit Verweis auf Insider.

Der Schweizer Agrarchemiekonzern Syngenta-Aktie (ISIN CH0011037469) hat vom weltgrößten Saatgut-Hersteller Monsanto (ISIN US61166W1018) ein Übernahmeangebot erhalten. Die Amerikaner offerieren 449 Franken (434 Euro) pro Syngenta-Aktie, die am Donnerstag auf 332,70 Franken geschlossen hatte. Trotzdem weist Syngenta das Offert eigenen Angaben von heute, Freitag, zufolge zurück.

Der Verwaltungsrat habe nach eingehender Analyse und unter Beiziehung von Rechts- und Finanzexperten einstimmig beschlossen, das unerbetene Übernahmeoffert abzulehnen, teilte Syngenta mit.

Das Angebot bewerte Syngenta angesichts der Zukunftsaussichten zu tief und unterschätze die bedeutenden Risiken einer solchen Transaktion wie behördliche Genehmigungen und die öffentliche Meinung, heißt es weiters. Der Vorschlag von Monsanto sei nicht im besten Interesse von Syngenta, der Aktionäre und anderen Anspruchsgruppen.

Das Unternehmen betonte zudem, es sei auf Kurs, die für das laufende Jahr angestrebten Einsparungen von 265 Mio. Dollar (234,4 Mio. Euro) zu erreichen. Zudem bestätigte Syngenta das Sparziel von 1 Milliarde bis 2018.

Das Angebot von Monsanto enthält laut weiteren Angaben einen Baranteil von 45 Prozent. Bei einer Übernahme würde ein Konzern mit einem Umsatz von 31 Mrd. Dollar entstehen. Monsanto war Insidern zufolge bereits im vergangenen Jahr mit Kaufabsichten bei Syngenta abgeblitzt. Doch die Amerikaner hätten nie aufgegeben und wollten die Fusion durchziehen.

Syngenta ist der weltgrößte Hersteller von klassischen Pestiziden gegen Insektenbefall, Unkräuter und Pilze. Monsanto ist führend bei Saatgut und vor allem für seine gentechnisch veränderten Maissorten bekannt.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte