conwert steckt auch nach neun Monaten in der Verlustzone

Wien - Der börsennotierte Immobilienkonzern conwert steckt weiter in der Verlustzone. Nach neun Monaten steht unterm Strich ein Verlust von 19,9 Mio. Euro, nachdem im Vorjahr bis Ende September noch 24,7 Mio. Euro verdient wurden, teilte das Unternehmen am Dienstagabend mit. Ausschlagend für die roten Zahlen ist vor allem ein dickes Minus von 103,3 Mio. Euro beim Finanzergebnis.

Auf operativer Ebene ging das Betriebsergebnis (Ebit) um 18,2 Prozent von 92,3 auf 75,5 Mio. Euro zurück. Die Mieterlöse stiegen hingegen von 167,6 auf 181,4 Mio. Euro, das ist ein Plus von 8,2 Prozent. Analysten hatten bei Ebit und Mieteinnahmen mit Ergebnissen in dieser Größenordnung gerechnet, waren aber im Schnitt von einem noch höheren Nettoverlust, nämlich von 26,6 Mio. Euro, ausgegangen.

conwert-Chef Clemens Schneider spricht in der Aussendung von einem "operativen Schwung" im dritten Quartal. Das in der Immobilienbranche wichtige Ergebnis vor Steuern und Immobilienverkäufen (FFO I) sei alleine im dritten Quartal bei 10,2 Mio. Euro gelegen, so Schneider. Nach neun Monaten stehen an dieser Stelle 25,6 Mio. Euro, um 7,4 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Der Ausblick für das Gesamtjahr bleibt unverändert: conwert geht für 2014 von einem FFO-I-Ergebnis über 30 Mio. Euro aus und rechnet 2015 hier mit 40 Mio. Euro. Sorgen bereitet dem Vorstand weiter das Finanzergebnis. Man habe aber Maßnahmen gesetzt, um hier die Kosten "schon in den kommenden Quartalen deutlich reduzieren zu können", so Schneider. Zu schaffen machen conwert wegen der niedrigen Zinsen spekulative Swap-Geschäfte, die zwischen 2007 und 2010 abschlossen wurden. Sie schlugen sich alleine im dritten Quartal mit 13 Mio. Euro zu Buche.

Im Immobiliengeschäft selbst läuft es besser: Per Ende September standen nur 10,4 Prozent der conwert-Immobilien leer, ein Jahr zuvor lag der Gesamtleerstand noch bei 11,9 Prozent, bis Jahresende könnte sich heuer vielleicht sogar erstmals ein Leerstand von unter 10 Prozent ausgehen, hofft das Management.

In den ersten neun Monaten 2014 hat conwert Wohnungen und Büros um 70,9 Mio. Euro verkauft, bis Jahresende sollen die Verkaufserlöse aber auf 150 bis 200 Mio. Euro steigen. Es werde noch dieses Jahr der Abschluss des Verkaufsprozesses für das tschechische und den Großteils des slowakischen Immobilien-Portfolios sowie für einige größere Gewerbeobjekte erwartet, erklärte das Unternehmen.

Brüssel (APA/Reuters) - Der Defizitstreit zwischen der EU-Kommission und der italienischen Regierung verschärft sich. Die Brüsseler Behörde wird den Budgetentwurf aus Rom für das kommende Jahr ablehnen, wie der "Spiegel" am Mittwoch unter Berufung auf den deutschen EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger (CDU) berichtete.
 

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Washington/Peking (APA/dpa) - US-Präsident Donald Trump hat ein neues Mittel gefunden, um China im Handelsstreit unter Druck zu setzen. Auf Anraten seines Wirtschaftsberaters Peter Navarro wolle Trump ein 144 Jahre altes Postabkommen aufkündigen, schrieb die "New York Times" am Dienstag unter Berufung auf hochrangige Regierungskreise.
 

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Trump könnte 144 Jahre altes Postabkommen mit China beenden

Wien (APA) - Im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, Ex-FPÖ-Generalsekretär Walter Meischberger, dessen früheren Anwalt Gerald Toifl und andere ging es heute am 57. Prozesstag einmal mehr darum, wem welche Konten gehörten. Kein leichtes Unterfangen, wie schon Meischberger beim Auffliegen des "Buwog-Skandals" anmerkte.
 

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Grasser-Prozess - "Wird alles etwas schwierig zu erklären"