MOL will 260 Mio. Euro Sonder-Dividende von kroatischer Tochter INA

Zagreb - Der ungarische Mineralölkonzern MOL will eine außerordentliche Hauptversammlung bei seiner kroatischen Tochter INA einberufen und über die Ausschüttung einer Sonderdividende von 260 Mio. Euro abstimmen. Das teilte das Unternehmen am Dienstag in Budapest mit. Als Grund gibt MOL eine Entscheidung des kroatischen Wirtschaftsministeriums an, "das derzeit kein investorenfreundliches Klima unterstützt".

MOL habe die INA vor einem Bankrott gerettet und sie in ein Unternehmen "mit großem Investitionspotenzial verwandelt", so das Statement von MOL. Nachdem das Wirtschaftsministerium die Lizenzen für Erdölbohrungen in Teilen Kroatiens zurückgezogen habe, sei es Zeit, dass die "Shareholder ihre früheren Investitionen verwerten", hielt MOL fest.

MOL und die kroatische Regierung versuchen nach jahrelangem Streit um die Kontrollrechte bei der INA eine Einigung darüber zu erzielen, wie das Unternehmen künftig geführt werden soll.

Die kroatische Seite wirft den Ungarn vor, unrechtmäßig die Führung der INA übernommen zu haben, ohne die Aktienmehrheit zu halten (49 Prozent). Als Beweis dient ihr die rechtskräftige Verurteilung des kroatischen Ex-Premiers Ivo Sanader wegen der Annahme von Bestechungsgeldern von der MOL.

Das ungarische Unternehmen hat angedroht, seinen INA-Anteil zu verkaufen. Als Interessenten waren zahlreiche russische Ölkonzerne im Gespräch, doch sie schieden nach Interventionen der USA als Käufer aus. Nun wird über den Einstieg der in Genf registrierten Firma des US-Milliardärs Gary Klesch bei INA spekuliert.

Inzwischen führen kroatische Behörden ihre Ermittlungen gegen MOL-Vorstandschef ZsoltHernadi wegen mutmaßlicher Bestechung im Fall Sanader weiter. Über den Prozessbeginn gegen Hernadi in Abwesenheit soll im Dezember entschieden werden. Hernadi hätte auch in Ungarn vor Gericht stehen sollen. Eine ehemalige Mitarbeiterin und MOL-Aktionärin hatte eine Privatklage wegen des Werteverlusts der MOL-Aktien aufgrund der Ermittlungen in Kroatien angestrebt. Ein Budapester Gericht wies die Klage jedoch ab.

Brüssel (APA) - Österreichs Schulden sind im zweiten Quartal des Jahres auf 76,5 Prozent des BIP gesunken. Im Vergleichszeitraum 2017 waren es noch 81,0 Prozent. In der Eurozone ging der Schuldenstand im Jahresabstand von 89,2 auf 86,3 Prozent zurück. In der EU verringerte er sich von 83,4 auf 81,0 Prozent, geht aus jüngsten Daten von Eurostat vom Dienstag hervor.
 

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Österreichs Schulden auf 76,5 Prozent des BIP gesunken

Wien (APA) - In Österreich ist seit Ende 2016 die Nachfrage nach Unternehmenskrediten aufgrund der guten Konjunktur stark gestiegen. Dieser Trend habe sich zuletzt jedoch abgeschwächt und könnte bis Ende des Jahres ein Plateau erreichen. Die Entwicklung im Privatkundengeschäft verlaufe vergleichsweise moderater, schreibt die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) in einer Aussendung am Dienstag.
 

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OeNB: Nachfrage nach Unternehmenskrediten erreicht neue Höhen

Brüssel (APA) - Österreich konnte im zweiten Quartal des Jahres einen Budgetüberschuss von 1,2 Prozent des BIP einfahren. Im Vergleichszeitraum 2017 hatte es noch ein Defizit von 1,9 Prozent gegeben. Die Eurozone konnte ihr Minus im Jahresabstand von 1,4 auf 0,1 Prozent verringern. Die EU verbesserte sich von -1,5 auf -0,3 Prozent.
 

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Österreich mit 1,2 Prozent Budgetüberschuss im zweiten Quartal 2018