Möglicher Tesla-Börsenrückzug beschäftigt US-Aufsicht SEC

New York/Palo Alto (Kalifornien) (APA/AFP) - Der mögliche Rückzug des US-Elektroautobauers Tesla von der Wall Street beschäftigt mittlerweile die US-Börsenaufsicht und den Verwaltungsrat des Unternehmens. Wie das "Wall Street Journal" am Mittwoch berichtete, prüft die Aufsicht SEC, ob die Äußerungen von Firmenchef Elon Musk auf Tatsachen beruhen und weshalb er die Neuigkeit zunächst über Twitter kundtat.

Der Verwaltungsrat traf sich nach eigenen Angaben bereits "mehrfach" zu Beratungen.

Prinzipiell dürfen notierte Unternehmen in den USA seit 2013 auch soziale Netzwerke für börsenrelevante Informationen nutzen. Voraussetzung ist aber, dass Investoren darüber in Kenntnis gesetzt wurden, welche sozialen Netzwerke dafür genutzt werden. Im Fall von Tesla hatte Musk Pläne für einen möglichen Börsenrückzug am Dienstag zunächst per Tweet bekanntgegeben, später verbreitete er dann auch eine offizielle Firmenmitteilung.

Musks Tweets zur Zukunft des Unternehmens gaben nur allmählich und spärlich Details bekannt, etwa dass die Finanzierung "gesichert" sei und er die Firma weiter leiten wolle. Wegen der zunächst herrschenden Unsicherheiten setzte die New Yorker Börse den Handel mit der Tesla-Aktie zeitweise aus. Später dann erläuterte Musk, er wolle das optimale "Umfeld" für seine Firma schaffen und sie von Verpflichtungen rund um eine Börsennotierung entlasten.

Der Verwaltungsrat teilte am Mittwoch mit, es hätten bereits mehrere Treffen stattgefunden und das Gremium unternehme die "angemessenen nächsten Schritte", um die Entwicklungen zu prüfen. Zu den Berichten über eine Prüfung durch die SEC äußerte sich Tesla nicht. Auch die Börsenaufsicht wollte keinen Kommentar abgeben.

Der Rechtsexperte John Coffee von der Columbia-Universität sagte zum Vorgehen des Firmenchefs, es wäre rechtlich kein großes Problem gewesen, auf Twitter Überlegungen zu einem Börsenrückzug anzustellen. Allerdings habe Musk zugleich den Kurs genannt, zu dem er die Aktien von der Börse nehmen will und geschrieben, die Finanzierung sei gesichert. Genau das halte er für "sehr unwahrscheinlich", sagte Coffee. Hier gehe es schließlich um ein Angebot von "vielleicht 73 Milliarden Dollar" (63 Mrd. Euro).

Auch in Deutschland sind börsennotierte Unternehmen verpflichtet, Informationen zu veröffentlichen, wenn diese den Kurs erheblich beeinflussen können. Das soll laut der Finanzaufsicht Bafin möglichst während der Handelszeiten geschehen, damit alle Handelsteilnehmer gleichzeitig erreicht werden.

Allerdings darf das Unternehmen Informationen zurückhalten, wenn eine unverzügliche Offenlegung dem Unternehmen oder seinen Aktionären schaden könnte, etwa bei der Vorbereitung einer Übernahme oder einer Sanierung. Sobald allerdings hinreichend konkrete Gerüchte im Umlauf sind, muss das Unternehmen sich unverzüglich mitteilen.

Wien (APA) - Thomas Schaufler, Privatkundenvorstand der Erste Bank, spricht sich für eine Kennzeichnung von Bankomaten aus, bei denen die Bargeldbehebung kostenpflichtig ist. Im Anschluss an ein Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes (VfGH) hatte sich auch Konsumentenschutzministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) für eine "Kennzeichnung der kostenpflichtigen Bankomaten" ausgesprochen.
 

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Bankomatengebühren - Erste Bank: Kostenpflichtige Geräte kennzeichnen

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Nach EU-Strafe: Google ändert Geschäftsmodell

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Metaller-KV - Gewerkschaften versuchen Druck aufzubauen