Mögliche Koalitionspläne machen Italien-Anleger nervös

Frankfurt (APA/Reuters) - Medienberichte über die finanzpolitischen Pläne der wahrscheinlichen künftigen italienischen Regierung bereiten Anlegern Bauchschmerzen. Sie warfen Anleihen des südeuropäischen Lands aus ihren Depots und trieben dadurch die Rendite der zehnjährigen Titel auf ein Zwei-Monats-Hoch von 2,015 Prozent. Der Leitindex der Mailänder Börse verlor im europäischen Vergleich überdurchschnittliche 0,8 Prozent.

Einem Bericht der Online-Zeitung "Huffington Post Italia" zufolge wollen die populistische 5-Sterne-Bewegung und die rechtsextreme Lega die Europäische Zentralbank (EZB) um den Erlass von Schulden in Höhe von 250 Mrd. Euro bitten. Das ist mehr als die Hälfte des Volumens der von der EZB im Rahmen ihres Ankaufsprogramms erworbenen italienischen Titel. Außerdem sollen die Beitragszahlungen an die EU nachverhandelt und die Pensionsreform von 2011 zurückgenommen werden. Der wirtschaftspolitische Sprecher der Lega betonte, das Thema Schuldenerlass sei nicht Teil des offiziellen Entwurfs für das Regierungsprogramm.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne